Das dürfte auch Präsident Bernhard Burgener eine kleine Freude sein, nachdem der FCB diese Saison ansonsten titellos beendet. Wenigstens einen individuellen Titel konnte sich der FCB sichern. Zugleich ist Albian Ajeti ein Spieler aus dem eigenen Campus, ein Konzept-Spieler.

Denn im Sommer trat Burgener mit dem Ziel an, den FCB zu verjüngern und zu verbaslern.  Zugleich kündete man offensiveren, unterhaltsameren Fussball an. Und so bewerten wir auch nach dieser Partie die Faktoren Unterhaltung und Jugend. In Anlehnung an Präsident Bernhard BURgener, Sportchef Marco STREller und Trainer Raphael Wicky gibt es zwischen 1 und 10 „Burstreckys“.

Unterhaltung

8 – 26:13 Abschlüsse, 15:5 Eckbälle, 58 Prozent Ballbesitz – das sind nur ein paar Zahlen, die illustrieren sollen, wie bemüht der FC Basel an diesem 36. und letzten Spieltag der Saison waren. Zwar geraten die Basler früh in Rückstand, aber sie beweisen Moral und kommen postwendend durch Elyounoussi zum Ausgleich. Luzern steht kompakt und schaltet bei Ballgewinn blitzschnell um.

Basel aber kontrolliert das Geschehen und kommt immer wieder zu Chancen. Doch erst Ajeti schafft es, den FCB in Führung zu schiessen (83.). Wie das 0:1 kassiert der FCB auch das 2:2 nach einem Eckball und bringt sich so um den eigentlich verdienten Sieg. Trotzdem: Das Publikum hat ansprechenden Fussball zu sehen bekommen, das honorieren wir mit 8 „Burstreckys“.

Jugend

8 – Raphael Wicky beginnt mit fünf Spielern (Ajeti, Campo, Frei, Petretta, Stocker) aus dem eigenen Nachwuchs. Und kaum verletzt sich Mohamed Elyounoussi, kommt mit Noah Okafor ein weiteres Campus-Juwel auf den Platz. Viel mehr Basel steckt wohl selten in einer FCB-Mannschaft.

Ausserdem ist es Albian Ajeti, der den FCB mit 2:1 in Führung schiesst. Weil der Faktor Jugend aber nicht nur den Campus-Anteil misst, sondern auch eine Rolle spielt, wie viele junge Spieler insgesamt auf dem Platz stehen, gibt es hier „nur“ acht „Burstreckys“. Ein Zahl dazu: Die Startelf der Luzerner ist im Durchschnitt vier Jahre jünger als jene der Basler. Da hat man also durchaus noch Luft. ​