Basketball

Alessandro Verga vertritt die Schweiz an den 3x3-Streetball-Weltmeisterschaften

Alessandro Verga reist nach Indonesien.

Alessandro Verga reist nach Indonesien.

Bis zu seinem 13. Altersjahr spielte Alessandro Verga, Sohn einer Kamerunerin und eines Tessiners, beim FC Black Stars Fussball. Dann entschloss sich der Jüngling, es mit Basketball zu versuchen. Ein guter Entscheid.

Verga entpuppte sich im Birsfelder Nachwuchs nicht nur als Talent, sondern vielmehr als Trouvaille. Der flinke, sprunggewaltige und athletische Spieler gehörte schnell einmal zu den herausragenden Akteuren seines Jahrganges - und dies entging auch nicht den Trainern der nationalen Auswahlen.

Der Basler hat bereits drei Europameisterschaften (zweimal mit der U16 und kürzlich mit der U18-Equipe in Strumica/Bosnien) bestritten. Doch nun folgt die Steigerung respektive Krönung, denn der KV-Lehrling qualifizierte sich vor zwei Wochen in Lausanne an den 3x3-World-Masters in der U18-Kategorie für die kommende Weltmeisterschaft, die vom 22. bis 28. September in Jakarta, der Hauptstadt von Indonesien, über die Bühne (respektive Asphalt) gehen wird.

Streetball boomt wieder

Beim 3x3 wird auf einem halben Basketball-Feld und auf einen Korb gespielt. «Im Vergleich zum Hallen-Basket ist es schneller, aggressiver und auch spannender, da das Skore oft wechselt», erklärt Verga. Streetball erlebte 1992 nach den Olympischen Sommerspielen in Barcelona wegen des amerikanischen «Dream Team» um Magic Johnson und Michael Jordan einen Boom.

Dieser flachte später ab, doch seit einigen Jahren ist eine Art Revival festzustellen. Gerade in Lausanne war das 3x3-Masters viel mehr als nur Basketball. Ein Hauch von Lifestyle und Coolness liegt in der Luft. Zusammen mit dem Zweimeter-Mann Arnaud Cotture, der bei Fribourg Olympic in der NLA spielt, Cyril Bächler und Mathias Toluso, die in der NLB bei Vevey respektive Villars-sur-Glâne unter Vertrag stehen, bildet Alessandro Verga das Schweizer Nationalteam.

«Über unsere Gegner wissen wir wenig; wir wollen einfach unser Bestes geben. Mit der WM-Teilnahme ist bereits ein Traum in Erfüllung gegangen. In Lausanne sah ich, wie bei den Aktiven die Slowenen sozusagen blind miteinander spielen. Da ist jeder Spielzug programmiert, die Automatismen greifen», schildert Verga.

Auch die Zählweise ist im Streetball anders als im konventionellen Basketball. Für einen eigentlichen Drei-Punkte-Wurf gibt es zwei Zähler, ein «normaler» Korb gibt einen Zähler. Nur die Freiwürfe ergeben wie in der Halle jeweils einen Punkt.

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