Super League

Alexander Gerndt im Interview: «Ich hoffe, dass YB Meister wird!»

Luganos Alexander Gerndt, links, hat den FC Lugano gegen den FC Basel zum Sieg geschossen

Luganos Alexander Gerndt, links, hat den FC Lugano gegen den FC Basel zum Sieg geschossen

Im Sommer wurde der Schwede Alexander Gerndt bei YB aussortiert. Am Sonntag schoss er seinen neuen Arbeitgeber mit einem herrlichen Freistoss zum 1:0-Triumph in Basel. Es könnte sein wichtigstes Tor werden für YB, obwohl er nicht mehr für die Berner spielt. Was er dazu und zu seinem baldigen Sturmkonkurrenten Marc Janko sagt, lesen Sie im Interview.

Alexander Gerndt, wann haben Sie letztmals einen Freistoss verwandelt?

Alexander Gerndt: Puh, das ist lange her. Vermutlich muss das noch in Schweden gewesen sein. Ich habe aber mit Sicherheit nicht mehr getroffen, seit ich in der Schweiz bin. 

Alexander Gerndt schiesst den FC Lugano mit diesem Freistoss zum Sieg

Alexander Gerndt schiesst den FC Lugano mit diesem Freistoss zum Sieg

Warum?

Bei den Young Boys hatte es stets andere Schützen. Zuletzt waren das Leonardo Bertone und Miralem Sulejmani, zwei der besten Freistoss-Schützen der Liga. Da muss man nicht gross diskutieren.

Wie kam es also, dass Sie überhaupt antraten?

(Lacht) Wir haben zuletzt nach den Trainings immer mal wieder ein paar Extra-Freistösse gemacht. Pierluigi Tami meinte dann, es soll schiessen, wer sich gut fühlt. Das war bei mir am Sonntag gegen Basel der Fall – und es war ja erfolgreich.

Alexander Gerndt (links, am Ball) spielte früher für YB und könnte Ihnen mit seinem Tor gegen Basel weiterhelfen

Alexander Gerndt (links, am Ball) spielte früher für YB und könnte Ihnen mit seinem Tor gegen Basel weiterhelfen

Das ist so. Ihr Tor blieb bis am Schluss das einzige der Partie, Lugano schlug den FCB erstmals seit 18 Jahren im Joggeli. Haben Sie mit einem solchen Coup gerechnet?

Es wäre vermessen mit dem Ziel nach Basel zu reisen, dass man in ihrem Stadion drei Punkte holt. Aber wir sind mit einem guten Gefühl nach Basel gereist. Unsere Vorbereitung war gut, wir haben hart und intensiv trainiert und auch in den Testspielen gute Dinge gezeigt. Das Selbstvertrauen war auf jeden Fall da.

Was bedeutet der Sieg für Sie und Lugano?

Sehr, sehr viel. Für uns ist es ein Kickstart in die zweiten Saisonhälfte. Ein Sieg in Basel lässt das Selbstvertrauen gibt auf jeden Fall Extra-Schub. Die Punkte sind für uns extrem wichtig. Zwischen Platz 3 und Platz 9 liegen nur fünf Punkte. Mit zwei Siegen in Serie kann man ganz schnell nach vorne kommen, genauso wie zwei Niederlagen in Folge einen grossen Absturz nach sich ziehen können.

Hier sehen Sie noch einmal alle Highlights der Partie gegen Lugano

Hier sehen Sie noch einmal alle Highlights der Partie gegen Lugano

Für YB, Ihren Ex-Klub, könnte diese 20. Runde, der Sieg von Lugano in Basel, wegweisend sein.

(Lacht) Ja, sie sind glücklich in Bern. Ich habe schon etliche Nachrichten gekriegt. Von Matthias Gubler (Physio, d. Red.), Albi Staudenmann (Medienchef), Leonardo Bertone und einigen mehr. Ich bin dem Klub immer noch sehr verbunden, auch wenn ich nun in Lugano lebe. Und wenn wir nicht Meister werden, dann hoffe ich, dass YB es endlich schafft.

Noch einmal zurück ins Tessin: Marc Janko wird künftig auch für den FC Lugano stürmen. Mehr Konkurrenz für Sie, oder wie sehen Sie diesen Transfer?

Für das Team ist das nur positiv, wenn wir einen Spieler wie Marc Janko verpflichten können. Der Trainer hat nun mehr Optionen für die Startelf, die Konkurrenz ist grösser. Wer gut spielt und trainiert, soll beginnen. Ob das nun ich bin oder Janko – Hauptsache das Team hat Erfolg. ​

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