Fussball
Alexandre Lanclas will Allschwil zu Punkten verhelfen

Der 23-jährige Wandervogel könnte im Derby gegen Binningen sein Allschwil-Debüt geben. Die Spielberechtigung ist am Donnerstag bei den Schwellheimerin eingetroffen. Zuletzt spielte Lanclas in Belgien, davor stand er im Kader der Black Stars.

Jeremy Weill
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Schnell und wirblig: Alexandre Lanclas (links) fiel schon bei seinem Black-Stars-Engagement auf.Archiv/Aeschbach

Schnell und wirblig: Alexandre Lanclas (links) fiel schon bei seinem Black-Stars-Engagement auf.Archiv/Aeschbach

Roman Aeschbach

Und wieder einmal ist es ein harziger Saisonstart für den FC Allschwil. Einem torlosen Unentschieden gegen den FC United Zürich folgte eine 1:3-Auswärtsniederlage bei Seefeld. Zwei Spiele, ein Punkt: das ist zu wenig für einen Klub wie Allschwil. «Der Binningen-Match wird eminent wichtig, denn wir wollen nicht wieder die Hinrunde verschlafen», erklärt FCA-Sportchef Laurent Longhi.

Fehler wiederholt sich

Letztes Jahr hatten die Allschwiler bis zur Winterpause 16 Zähler, vorletztes Jahr gar nur deren sieben. Die Schwellheimer konnten den schwachen Herbst jeweils mit ordentlichen Rückrunden kompensieren. Doch nun scheint das Ganze wieder von vorne zu beginnen. «In beiden Partien konnten wir spielerisch mithalten, das Glück und die Durchschlagskraft fehlten uns allerdings», meint Longhi.

Klar ist, dass die Baselbieter eigentlich höhere Ziele haben. Der Umbruch erfolgte diesen Sommer angeführt vom neuen Trainer Sohail Bamassy. Allein die Namen der Zuzüge lassen Einiges versprechen: Unter anderem sind mit Aldin Catic (Therwil), Luca Guarda (Liestal), Talisson da Costa (Dornach/Pajde) und Alexandre Lanclas (Belgien) Akteure gekommen, die allesamt als Führungsspieler bezeichnet werden können. Doch vor allem der letzte Name sticht heraus.

Engagement in Belgien

Alex Lanclas wusste diesen Sommer noch nicht recht, wo es hingeht. «Ich hatte ein schwieriges Jahr in Belgien», sagt der 23-Jährige, der aus der Jugendakademie des OSC Lille stammt. Er versuchte sich in der letzten Spielzeit in der dritthöchsten belgischen Liga bei Union St-Gilloise. «Die Spielberechtigung kam jedoch erst im Winter, deshalb konnte ich kaum spielen.» Dennoch sei die Erfahrung gut gewesen, in diesem professionellen und seriösen Rahmen zu trainieren.

Davor hatte der Stürmer seinen massgeblichen Anteil am Aufstieg der Black Stars in die 1. Liga: 10 Tore in 14 Partien können sich sehen lassen. Doch nun sei die Zeit für den Wandervogel gekommen, sich aus dem semiprofessionellen Fussball zu lösen und eine Bleibe zu finden. Vier Vereine in zwei Jahren seien genug. «Ich will sesshaft werden und da kam das Angebot von Allschwil gerade zum richtigen Zeitpunkt.»

Zürcher Gruppe technisch stärker

Drei Wochen trainiert der gebürtige Pariser schon mit dem FCA, spielen darf Lanclas aufgrund der am Donnerstag eingetroffenen Spielerberechtigung erst heute gegen Binningen. Die ersten zwei Spiele sah er noch von der Tribüne aus. Die Zürcher Gruppe empfindet Lanclas im Gegensatz zur jurassischen als technisch versierter. «Dazu haben wir ein sehr junges Team und es fehlt teilweise an Erfahrung. Ich denke, es braucht Zeit und Geduld, dann kommen die Punkte von allein.» Und was sind seine persönlichen Ziele: «Nach diesem verkorksten Jahr ist es mir wichtig, wieder Freude am Fussball zu entwickeln.»