Tischtennis
Alles wie gehabt: Rio-Star Muttenz steht im Endspiel

Seit fast einem Jahrzehnt spielt der TTC-Rio-Star Muttenz in einer anderen Liga als die Konkurrenz: Das beweist einmal mehr ihr erfolgreiches Wochenende: Am Wochenende siegte das Top-Team in Meyrin mit 6:2 und gestern vor Heimpublikum mit 6:1.

Kathrin Aerni
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Wichtige Teamstütze: Muttenz’ Jia Shun Hu

Wichtige Teamstütze: Muttenz’ Jia Shun Hu

niz Nicole Nars-Zimmer

Der Tischtennisklub Rio-Star Muttenz scheint Parallelen mit dem FC Basel zu haben: Beides sind Winner-Mannschaften, die sich empor gearbeitet haben und sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. So verwundert es denn auch nicht, wenn Cheftrainer Karl Rebmann selbstbewusst sagt, das nächsthöhere Ziel sei die Europa League. Das ist nicht überheblich, dominiert Rio-Star Muttenz das Schweizer Tischtennis doch seit Jahren nach Belieben: Achtmal Schweizer Meister und fünf Mal Cupsieger.

Dass die Baselbieter so souverän sind, haben sie einmal mehr am Wochenende gezeigt. Nach knapp einer Stunde Spielzeit hiess es 4:0 für die Baselbieter. Im gleichen Stil ging es weiter – einzig Lionel Weber, der Team-Benjamin, musste sich im sechsten Einzel gegen Andrew Rushton in einem hart umkämpften Spiel knapp geschlagen geben. Weber haderte nach Punkteverlusten zu fest mit sich. Der 17-jährige Reinacher: «Es ist schade, dass ich das zweite Spiel gegen Rushton knapp verloren habe, doch das einzige, was zählt, ist die Mannschaftsleistung.» Gleichzeitig gilt es zu erwähnen, dass der Teenager gegen David Meads mühelos einen Dreisatz-Sieg holte.

Auch die beiden Chinesen Jia Shun Hu und Yang Chengbowen liessen nichts anbrennen. Chengbowen hatte zwar all seine Spiele gewonnen wie Hu auch. Im Nachhinein jedoch verriet Chengbowener hüstelnd: «Ich bin leicht erkältet und nicht in Topform.» Yang Chengbowen lebt seit rund dreieinhalb Jahren in der Schweiz und trainiert den Nachwuchs. Auch sein Landsmann Hu Jiashun gab zwar kein Spiel ab, doch einige Partien entschied er nur ganz knapp.

Der 30-jährige Chinese, der als Buchhalter arbeitet, hat viel Tischtennis-Erfahrung und lebt seit gut zehn Jahren in der Schweiz. Er wurde als Spielertrainer bei Rio-Star 2002 verpflichtet. Mit ihm begann eigentlich Rio-Stars Erfolgsgeschichte.

2004 stieg die Mannschaft erstmals in die Nationalliga A auf. Ein Jahr später gewann das Team erstmals die Schweizermeisterschaften. Seither gilt es, jedes Jahr den Titel zu verteidigen. Auch heuer wieder, und zwar gegen Lugano. Dieses hat gestern sein Rückspiel 6:3 gegen Wil gewonnen, nach einem Unentschieden von 5:5 vom Vortag. So wird auch dieses Jahr die Finalpaarung TTC Rio-Star Muttenz gegen Lugano heissen.