Fussball

Als Sahnehäubchen reist Real Madrid ans Aescher Turnier

Erstmals kommt auch Real Madrid ans Nachwuchsturnier nach Aesch.

Erstmals kommt auch Real Madrid ans Nachwuchsturnier nach Aesch.

Der Fussballclub Aesch baut erneut die europäische Bühne auf. Das U19-Turnier auf dem Löhrenacker geht in die zweite Runde. Erneut sind internationale Spitzenteams an Bord.

Noch ist es ruhig auf dem Aescher Löhrenacker. Doch die Ruhe wird nicht mehr lange währen, schon bald trudeln die ersten Youngsters von europäischen Spitzenmannschaften in Aesch ein. Es sind jene Spieler, die in wenigen Jahren die Sportwelt prägen und in der Champions League für Furore sorgen wollen. Die Spieler gehören zu den U19-Kader von RedBull Salzburg, Juventus Turin, Real Madrid, Roter Stern Belgrad, dem Hamburger SV, Fulham FC und dem FC Basel.

Die achte Mannschaft im Turnier bildet der FC Aesch Selection. Sinisa Pavkovic, Trainer der ersten Mannschaft des FC Aesch, war dabei der Baumeister. Er stellte das Team zusammen, die Spieler kommen alle aus der Region und spielen beim FC Reinach, FC Breitenbach, FC Concordia Basel oder dem SV Muttenz.

Juve als Zugpferd

Die erste Frage an Andrea Marescalchi, Präsident des FC Aesch, drängt sich natürlich auf: Wie schafft es der Verein, Mannschaften mit solch grossen Namen ins Baselbiet zu locken? «Zu Juventus Turin habe ich schon länger eine gute Verbindung, daher konnte ich Kontakt zum Juniorentrainer knüpfen. Er fand die Idee eines U19-Turniers super und hat sofort zugesagt. Das hat natürlich einen Sogeffekt ausgelöst.» Bald darauf nahmen auch andere europäische Mannschaften die Einladung an und das Teilnehmerfeld kann sich mehr als sehen lassen.

Sobald die Zusagen der Top-Klubs hereingeflattert waren, machte sich das achtköpfige Organisationskomitee an die Arbeit. Seit letztem Dezember müssen Hotels und Flüge gebucht, Helfer engagiert und Sponsoren gefunden werden. «Bei den Sponsoren setzen wir vor allem auf regionale KMUs. Und ohne freiwillige Helfer geht es natürlich nicht, wir sind ja nicht der FC Basel.» Dass der FC Aesch eben der FC Aesch ist, macht sich auch im Portemonnaie der Fussball-Fans bemerkbar, denn eine Eintrittsgebühr wird nicht verlangt. «Vielleicht konsumieren die Zuschauer dafür das ein oder andere Bierchen mehr», lacht Marescalchi.

Den Spielern werde nicht der rote Teppich ausgerollt, stellt der Präsident klar. «Von den Spielern kennen wir keine Starallüren. Nur die Vereine fordern Früchte, Riegel, Säfte und Mineralwasser ohne Kohlensäure in den Kabinen.» Die Verpflegung scheint den Gastmannschaften zu munden - aber nicht nur das. «Für die ganze Organisation bekamen wir letztes Jahr ausschliesslich positive Feedbacks. Das motiviert uns natürlich», sagt Mareschalchi.

Turnier dauert neu drei Tage

Diesen Respekt wollen sich die Aescher auch dieses Jahr verschaffen. Eine erste Optimierung haben sie bereits beim Spielplan vorgenommen. Aufgrund von Anregungen einiger Teams, welche sich mehr Erholungszeit zwischen den einzelnen Spielen gewünscht hatten, wurde das Turnier auf drei Tage ausgeweitet. Somit wird es bereits am Freitag, 31. Juli, mit den ersten Gruppenspielen eröffnet. Die weiteren Gruppenspiele tragen die Teams am Samstag aus, bevor am Sonntag die Endspiele folgen.

Drei Tage geballte Fussball-Power sind verlockend. Über die Tage verteilt rechnet der FC Aesch mit 3000 bis 3500 Zuschauern. Und diese wollen verpflegt sein: 80 Freiwillige werden anwesend sein und an den Imbissständen die hungrigen Mäuler stopfen.

Zufriedene Spieler, zufriedene Zuschauer. Doch Präsident Marescalchi will sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, er hat bereits Ziele für die Zukunft des Aescher U19-Turniers: «Wir wollen 12 bis 16 Mannschaften dabei haben. Ein Vertreter aus Frankreich oder der Türkei wäre nicht schlecht. Dafür werden wir die regionale Zusammenarbeit mit Reinach, Therwil oder Arlesheim prüfen, denn aus platztechnischen Gründen sind wir mit acht teilnehmenden Vereinen ausgelastet.»

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