Solche Anlässe an einem einzigen Wochenende durchzuführen, ist neu, aber macht für den OK-Präsidenten Rolf Nussbaumer Sinn. Obwohl teilweise andere Geräte gebraucht werden, findet der Auf- und Abbau nur einmal statt, sagt Nussbaumer. Für Elsbeth Richterich, der Präsidentin des Laufentaler Turnverbands lag der Vorteil auch darin, dass die Jugendriegen, die eine Gymnastik- oder Geräteübung in ihrem dreiteiligen Wettkampf hatten, diese schon am Samstag absolvieren konnten. «So konnten die Jungen sehen, wie die Älteren turnen, und die Älteren umgekehrt beobachten, was die Jungen schon leisten können. Die Jungen sollten für die künftige Aktivzeit auch Vorbilder haben», hofft Richterich.

Für die Laufentaler Turnvereine ist es eine Selbstverständlichkeit am eigenen Turnfest teilzunehmen, das alle Jahre stattfindet. Dieses Jahr allerdings findet es ohne den Regionalturnverband Thierstein-Dorneck statt, da die Solothurner am gleichen Wochenende ihr eigenes Turnfest in Balsthal durchführten. Weil es nun ein kleineres Fest zu organisieren galt, konnte der Turnverein Liesberg auch die Organisation dafür übernehmen. Die Infrastruktur ist optimal für ein Fest dieser Grösse, stellte Nussbaumer fest.

Ansporn zu Höchstleistungen

So reisten am Samstagmorgen die Delegationen der elf Turnvereine – nur drei Laufentaler Ortschaften pflegen keinen Turnverein – nach Liesberg, um die Wettkämpfe in Angriff zu nehmen. Neben den schätzbaren Disziplinen als einteilige Vereinswettkämpfe gab es für den dreiteiligen Vereinswettkampf Leichtathletik-Disziplinen, Fit und Fun sowie Fachtests in Korbball und Allround. Die bei herrlichen äusseren Bedingungen ausgetragenen Wettbewerbe wurden mit voller Konzentration absolviert.

Da eigentlich alle Anwesenden aktive Turner waren, bestanden die Zuschauer bei den einzelnen Wettbewerben – mit Ausnahme der Gymnastik und des Geräteturnens auf der Bühne vor der Halle – aus Vereinsmitgliedern und Angehörigen. Diese spornten die Aktiven zu persönlichen Höchstleistungen an, ermunterten sie, wenn ein Pass misslungen war, oder ermahnten jeweils gegen Ende der Kampfzeit zur Konzentration mit Zusprüchen wie «Mach weiter so!»

Neben den Wettkampfschauplätzen ging es auch um die Geselligkeit. Einzelne Vereine hatten Zelte aufgestellt, um sich dort in den Pausen zu versammeln, andere trafen sich in der Festwirtschaft unter den Schatten spendenden Sonnenschirmen und genossen nicht nur die angebotenen, wunderbaren Erdbeeren.