Fussball
Amicitia schrammt gegen Binningen an einer Überraschung vorbei

2.-Liga-Leader Binningen erwacht in Riehen noch nicht vollends aus dem Winterschlaf und muss mit einerPunkteteilung zufrieden sein. Beim 1:1 treffen Buder für Amicitia und Wipfli für Binningen.

Drucken
Teilen
Impressionen vom Match
5 Bilder
Binningens Philippe Becker, links, gegen Alhassane Ndiaye.
Binningens Matthias Bader (rechts) gegen Brian Müller.
Binningens Philippe Becker (links) gegen Alhassane Ndiaye.
Riehens Brian Müller, hinten, gegen Tobias Fumagalli.

Impressionen vom Match

Juri Junkov

Kurz vor dem Ende Partie hatten Dennis Uebersax und Lukas Wipfli den Siegtreffer auf dem Fuss. Uebersax setzte sich im Strafraum gegen zwei Verteidiger durch und der Ball landete nach der Abwehr seines Schussversuchs durch Goalie Armend Jusufi noch einmal beim Torjäger. Er spielte den Ball quer zu Wipfli, dessen Einschieber Jusufi jedoch mirakulös über das Tor lenkte.

Dieselben Riehener Akteure hatten kurz nach dem Anpfiff der zweiten Halbzeit schon für den Ausgleich gesorgt – in derselben Manier: Uebersax setzte sich am rechten Strafraumrand durch, liess Jusufi stehen und spielte zu Wipfli, der nur noch den Fuss hinzuhalten brauchte.

«Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt, in der wir mit dem 1:0 fast schon schlecht bedient gewesen waren», sagte Binningen-Trainer Alain Burger. «Aber in der zweiten war es spiegelverkehrt.» Das Heimteam hatte nach dem Rückstand in der 30. Minute konstant aufgedreht. Beim Führungstreffer hatte Silvano Früh einen tollen Pass in den Rücken der Riehener Abwehr gespielt und Dominik Buder versenkte den Ball souverän im Tor.

Zuvor hatte es auf beiden Seiten nicht allzu viele gefährliche Aktionen gegeben; beide Mannschaften zeigten Offensivdrang, liessen aber Genauigkeit vermissen. Zudem führten Fehlpässe und kopflos geschlagene weite Bälle zu zahlreichen Ballverlusten.

Für Torgefahr sorgten primär die vielen Standardsituationen. Doch Amicitia erkämpfte sich Stück für Stück die Kontrolle über die Partie und liess sich auch durch das Gegentor nicht beirren – es spornte die Riehener gar eher an. So scheiterte Dennis Uebersax in der 41. Spielminute nach einem tollen Angriff durch die Mitte nur knapp am herauskommenden Binninger Keeper.

«In der zweiten Halbzeit konnten wir das Tempo nicht mehr mithalten», so Burger, «und Riehen wurde stärker.»" Der FCA liess hinten keine einzige wirkliche Torchance mehr zu und spielte konsequent nach vorne. Vor allem das Duo Uebersax-Wipfli sorgte für Unruhe und hätte schon gute fünf Minuten nach dem Ausgleich beinahe die Führung erzielt. Je länger der Spielstand unverändert blieb, desto emotionaler, aber auch unpräziser wurde die Partie.

«Wir haben unsere Angriffe nicht sauber zu Ende gespielt», sagte FCA-Trainer Marco Chiarelli nach dem Schlusspfiff. «In Überzahlsituationen landete der Ball meist auf der Seite, auf der die Binninger auch mehr Spieler bereitstehen hatten.»

Leader Binningen kann mit dem Punktgewinn zufrieden sein und hält sich NK Pajde damit fünf Zähler auf Distanz. Für Amicitia wären drei Punkte nicht unverdient gewesen. Dennoch konnte es sich um zwei Tabellenplätze auf den siebten Rang nach vorne kämpfen.