Die junge Riehenerin hat sich nach den Anfangsjahren in der Basler Stepptanzschule «tanzwerk» der Lausanner Stepptanzschule «Planet Dance Martin» angeschlossen und tritt mit der Company des vielfachen Weltmeisters Fabrice Martin in professionellen Shows auf.

Ab Januar wird sie in der Wiederaufnahme der Show «Skyline» zu sehen sein und im Moment ist sie daran, das Programm der Show «Slap» zu lernen, mit der die Show-Gruppe Martin’s Tap schon erfolgreich auf Tournee war.

Mit Haut und Haar

Fatima N’Gom ist also Stepptänzerin – und auch Hip-Hopperin – mit Haut und Haar und träumt vom Broadway.

Dass das nur in Ausnahmefällen gelingt, ist ihr bewusst, und so macht sie neben ihrem umfangreichen Trainingsprogramm im Stepptanzstudio in Lausanne und in einer Lörracher Hip-Hop-Schule ihre Schulausbildung und wird demnächst ein Praktikum auf einer Bank beginnen.

Obwohl es schwierig sei, Tanzdarbietungen miteinander zu vergleichen, ist Fatima N’Gom überzeugt, dass es für einen Tänzer wichtig sei, sich dem Wettkampf zu stellen.

Alles lief so, wie vorgestellt

«Da steht man unter Druck, man tanzt vor einem ganz anderen Publikum und kann viel dabei lernen», sagt sie. Auch wenn man die offizielle Wertung nicht immer ernst nehmen könne.

Das zeigte sich in diesem Jahr in besonderem Mass. Die Schweizer Weltklassestepperin Shyrleen Müller beispielsweise wurde von der nicht über alle Zweifel erhabenen Jury im Solo der Frauen nicht einmal in den Halbfinal der besten 24 aufgenommen.

Fatima N’Gom stand in Riesa im Duo und im Trio auf der Bühne. «Der achte Platz zusammen mit Zoé Klopfenstein war für uns in Ordnung. Wir haben wenige Wochen vor der WM zum Stück ‹Proud Mary› ein neues Duo-Programm einstudiert und es lief alles so, wie wir uns das vorgestellt haben.»

Skandalös

Auch das Trio zusammen mit Zoé Klopfenstein und Kim Selamet lief sehr gut, wurde aber von der Jury nur auf den zwölften Platz gesetzt. «Wie speziell bei der Elite gewertet wurde, ist zum Teil skandalös», sagt Fatima N’Gom, und der Unmut in der ganzen Schweizer Delegation sei gross.

Fatima N’Gom durfte die Schweiz beim «Battle of the Feet» vertreten, wo bei den Frauen zehn Nationen mit je einer Tänzerin antraten. Die Konkurrentinnen stehen dabei im Kreis und zeigen reihum ihre Schritte zu einem vorgegebenen Rhythmus.

«Singing in the Rain»

Die Jury zu überzeugen vermochte die Grossproduktion des Schweizer Tap-Nationalteams, an welcher neben Fatima N’Gom auch die Baslerinnen Federica Barbieri, Simona Gallacchi, Luria Hampe und Linda Stefanutti vom «tanzwerk» sowie Celine Mathys mitwirkten.

Mit einer schwung- und humorvollen Choreographie von über vierzig Mitwirkenden zum Thema «Singing in the Rain» holte die Schweiz in diesem Wettkampf über alle Alterskategorien hinweg ihren einzigen Weltmeistertitel in Riesa.