Laufsport

Andreas Rüedlinger deklassiert in Laufen seine Gegner

Andreas Rüedlinger (369) bereits nach dem Start an der Spitze.

Andreas Rüedlinger (369) bereits nach dem Start an der Spitze.

Der OL-Spezialist aus Winterthur war am 10-Meilen-Lauf in Laufen eine Klasse für sich. Der 29-Jährige liess nach dem dritten Kilometer seinen einzigen Verfolger Christian Hohl aus Allschwil stehen und lief mit fas vier Minuten Vorsprung im Ziel ein.

Das malerische Städtchen Laufen wurde seinem Namen gerecht und verwandelte sich am Samstagabend in eine stimmungsvolle Laufarena. Was vor 35 Jahren seinen Anfang nahm wurde kontinuierlich dem Zeitgeist angepasst und geht jetzt unter dem Motto «Das Lauffest in Laufen» als grosser Sportevent über die Bühne. Nebst den beliebten Kinder- und Jugendläufen in der Altstadt, dem 4 Meilen Running und dem Walking sorgten als Höhepunkt knapp 400 Ausdauersportler auf den 10 Meilen für einen Teilnehmerrekord. Im Gegensatz zu den Vorjahren, als die berühmten 10 Meilen von Laufen immer eine Handvoll internationale Topathleten an den Start zu locken vermochten, blieben in diesem Jahr an der Spitze die Schweizer unter sich. Unverändert blieb indes die erdrückende Dominanz des Tagessiegers. Und da war der Winterthurer Andreas Rüedlinger, Mitglied des nationalen OL-Kaders, eine Klasse für sich. Der 29-jährige Informatiker liess nach dem ansteigenden dritten Kilometer seinen einzigen Verfolger Christian Hohl aus Allschwil stehen und lief mit dem grossen Vorsprung von 3.47,2 im Ziel ein. Der Ettinger Jan Kunz wurde mit über sechs Minuten Rückstand Dritter.

Nie am Limit

Rüedlingers Siegeszeit von 55.11,3 liegt zwar knapp 3 Minuten über dem Streckenrekord des Eritreers Oqubit Berhane, ist aber angesichts der mangelnden ernsthaften Konkurrenz trotzdem als gut einzustufen. «Schade, bei so einem Alleingang an der Spitze, läuft man dann halt nie am Limit», sagte der OL-Spezialist zu seinem Rennen. In der grossen Masse des Feldes ging es indes nicht um den Tagessieg sondern um Kategorienränge und persönliche Bestzeiten. Bemerkenswert dabei, dass immerhin 26 Läufer diese umgerechnet 16,093 Kilometer im hügeligen Gelände des Laufentals unter einer Stunde und zehn Minuten schafften. Die grosse Protagonistin an diesem warmen Sommerabend war aber zweifellos Sandra Bourgnon aus Rossemaison. Sie gewann in Laufen zum dritten Mal in Folge und erzielte somit einen viel beachteten Hattrick. In der Zeit von 1:09.15,9 distanzierte sie die Bernerin Stefanie Trutmann um über eine Minute. Die 42-jährige Mutter von zwei Kindern bezeichnet sich trotz fünf Trainings pro Woche immer noch als Hobbyjoggerin.

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