Leichtathletik
Angelika Schweizer kann sich ein Leben ohne Sport nicht vorstellen

Für Angelika Schweizer vom TSV Röschenz stehen die Schweizer Meisterschaften in der Leichtathletik sowie in der Gymnastik an. Nach einem äusserst erfolgreichen Turnfest dieses Jahr in Biel, will sie nun auch an den SM überzeugen.

Luca Muntwyler
Merken
Drucken
Teilen
In den Startblöcken: Angelika Schweizer nimmt an den Schweizer Meisterschaften sowohl in der Leichtathletik als auch in der Gymnastik teil. lmu

In den Startblöcken: Angelika Schweizer nimmt an den Schweizer Meisterschaften sowohl in der Leichtathletik als auch in der Gymnastik teil. lmu

Leichtathletik, Gymnastik, Jugi und Sportlehrerin – für Angelika Schweizer vom TSV Röschenz dreht sich alles im Leben um den Sport. Nun gilt es für die 26-Jährige aber noch einmal ernst: Auf dem Programm der Saison stehen noch diverse Schweizer Meisterschaften. Zum einen nimmt sie am Leichtathletik Mannschafts-Mehrkampf (LMM) teil, zum anderen wird sie mit ihrer Partnerin Jenny Vögtlin aus Liestal die Schweizer Meisterschaften in der Gymnastik bestreiten.

Nach einem starken Abschliessen in all ihren Disziplinen am Eidgenössischen Turnfest, hat Schweizer auf sich aufmerksam gemacht. «Ich war schon ein wenig überrascht. So weit vorne – das hätte ich nicht gedacht», erklärt die 26-Jährige. Nun hat sich die Baselbieterin für die jeweiligen Saisonhöhepunkte hohe Ziele gesteckt.

Bei der Gymnastik-SM wird ein Platz in den Top fünf angestrebt. Dabei gilt es sich aber zuerst gegen die starke Konkurrenz, vor allem aus dem Tessin und der Romandie, durchzusetzen. Beim LMM startet die polysportive Athletin mit dem LV Laufental. «Wir wollen bestmöglich abschliessen. Für uns als Breitensportler ist es schon fast eine Ehre an den Start zu dürfen», erklärt Schweizer. Denn auch dort sei die Konkurrenz sehr gut – darunter auch die frischgebackene Junioren-Europameisterin Noemi Zbären.

Neben allen sportlichen Verpflichtungen hat Schweizer aber auch noch berufliche. Sie arbeitet zu 100 Prozent als Sekundarlehrerin – in den Fächern Deutsch, Geschichte und natürlich Sport. Daneben ist sie auch seit acht Jahren Leiterin in der Jugi. Selber trainiert sie bis zu fünf Mal pro Woche. Also bleibt kaum Zeit für ein Hobby, was nicht mit Sport zu tun hat. «Ich stehe praktisch jeden Tag auf dem Platz oder in der Halle und unterrichte oder trainiere», beschreibt die Lehrerin ihren sportlichen Alltag. «Der Stellenwert ist sehr hoch. Sport nimmt einen grossen Teil meines Lebens ein. Für mich ist es ein Hobby, bei dem ich mich auch mal entspannen, und, den Kopf durchlüften kann», so die Baselbieterin.

Die Leidenschaft für den Sport entdeckte die 26-Jährige bereits mit im zarten Altern von vier Jahren im Muki-Turnen. «Der Sport hat immer dazugehört», meint Schweizer. Danach wurde sie durch den TSV Röschenz polysportiv erzogen. Mit 17 Jahren wechselte sie zudem in die Gymnastikriege in Liestal. «Entscheiden wollte ich mich erst gar nicht. Es hat mir beides immer sehr gefallen», erläutert die Baselbieterin. «Und es würde mir ja langweilig werden, wenn ich nichts zu tun hätte», witzelt sie weiter.

Nun gilt es sich aber wieder voll auf die noch bevorstehenden Aufgaben zu konzentrieren. Nach einer eräusserst erfolgreichen, letzten Saison konnte sich Angelika Schweizer in diesem Jahr nochmals steigern. Und auch für die Saisonabschlüsse hat sie sich jeweils noch einiges vorgenommen: «Es wäre schön, wenn wir gleich alles toppen könnten.»