Beachsoccer
Angelo Schirinzi wird auf Tahiti zum Ritter geschlagen

Es war 2001, als der damals 29-jährige Angelo Schirinzi mit dem Fussball-Erstligisten FC Riehen in einem Trainingslager auf Tahiti weilte. Neun Jahre später landete der Kleinbasler wieder dort. Diesmal aber als Fifa-Instruktor für Beachsoccer.

Georges Küng
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Angelo Schirinzi (vorn) geniesst auf Thaiti Kultstatus.

Angelo Schirinzi (vorn) geniesst auf Thaiti Kultstatus.

Denn Fussball hatte sich für den ehemaligen Nationalliga-Stürmer (FC Nordstern, FC Solothurn) und Mitglied der Schweizer Studenten-Nationalmannschaft längst vom Rasen in den Sand verlagert.
Der in Frick wohnhafte Familienvater ist nämlich längst als Botschafter in Sachen Beachsoccer unterwegs.

Zu Beginn oft belächelt, hat die Sportart eine Erfolgsgeschichte hinter sich, die allergrössten Respekt verlangt. «Der Fifa sind 104 Landesverbände angeschlossen und wir hoffen, an den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro eine Demonstrationssportart zu sein», sagt Schirinzi. Nicht abwegig, denn die Copacabana gilt als Geburtsort des Beachsoccers.

Der Ritterschlag

In Tahiti traf Schirinzi enthusiastische und talentierte Spieler an. Und bereits bei der ersten WM-Teilnahme des Inselstaates in Ravenna (Italien) im Jahre 2012 zeigte sich, dass man kein Exot ist. Heuer war Tahiti gar WM-Veranstalter - und die Insulaner belegten den sensationellen vierten Rang. Coach war kein Geringerer als Angelo Schirinzi, der bei Mannschaft, Funktionären und Bevölkerung Kultstatus geniesst.

Die Folge war, dass dem Kleinbasler eine grosse Ehre widerfuhr. Vor drei Wochen erhielt er den Orden «Chevalier de l'ordre de Tahiti» - ein veritabler Ritterschlag. Im Jahre 2001 bekam übrigens Jiang Zemin, der damalige Präsident von China, diese Auszeichnung.

Schirinzi und die Fussballer von Tahiti verbindet mehr als die Liebe zum Beachsoccer. Heuer war der Grossteil der Nationalspieler in der höchsten Schweizer Liga engagiert. Und wie selbstverständlich wurde das Team der Sable Dancers Bern - mit Schirinzi und drei Tahitanern - Schweizer Meister.