Fussball 1. Liga
Ansätze sind da – Punkte fehlen aber weiterhin

Concordia verliert gegen den YB-Nachwuchs mit 0:4 (0:3) in der 1. Liga. Trotzdem macht der Auftritt Hoffnung. Sportchef Fluri zumindest glaubt noch an den Ligaerhalt seiner Mannschaft.

Georges Küng
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Adrian Brügger (vorne) spielt für Concordia. (Archivbild)

Adrian Brügger (vorne) spielt für Concordia. (Archivbild)

Marcel Bieri

Ein Blick auf das finale Skore lässt vermuten, dass es beim Basler Traditionsverein gleich (schlecht) wie in der Vorrunde weitergehen wird. Doch trotz der diskussionslosen Niederlage gegen die U21 der Berner Young Boys scheint diese «neue» Rückrunden-Elf doch fähiger zu sein, die entscheidenden Partien um den Ligaerhalt gewinnen zu können. Eine Übermannschaft wird Congeli in dieser Saison nicht mehr. Dafür hat diese Mannschaft schlicht zu wenig Substanz und ist auch eine der jüngsten aller 42 Erstligisten.

Gegen YB hatte der älteste Basler Spieler Jahrgang 1989 – der Rest ist um die 20 Jahre jung und «muss auf diesem Niveau Erfahrungen sammeln», wie Concordia-Trainer Peter Schädler vor Rückrunden-Beginn erklärt hatte. Nach Abpfiff wollte Schädler nicht reden – im Wissen, dass ein einziges Spiel noch keine definitiven Rückschlüsse zulässt. Dafür zeigte sich Sportchef Reto Fluri kämpferisch und meinte: «Es wird für den Ligaerhalt reichen.» Der Vergleich zwischen den Baslern, die eigentlich eine U23-Equipe stellen, und der YB-Zukunft war schnell entschieden. Nach einer Viertelstunde lagen die Gäste mit 2:0 vorne – bei beiden Gegentoren hatte der Concordia-Abwehrverbund den Ball trotz mehreren Versuchen nicht aus der Gefahrenzone spedieren können.

Die einzige Tormöglichkeit hatten die Gastgeber nach 61 Minuten, als Berkant Eraslan nach einer feinen Einzelleistung den Ball eine Handbreite neben das Gehäuse setzte. Möglich, dass ein 1:3 dem FCC neuen Elan und Mut gegeben hätte. «Trotz des klaren Sieges war es kein einfaches Spiel. Uns kam gelegen, dass wir sehr früh in Führung gehen konnten und dann beruhigt aufspielen konnte», so Artian Kastrati, der sich als zweifacher YB-Torschütze auszeichnete.

Ein Schlüsselspiel wird Concordia in der nächsten Runde in Grenchen austragen. Gegen den Tabellenletzten, der in der Vorrunde noch desolater aufgetreten ist, müssen drei Punkte her – ohne Wenn und Aber. Möglich, dass der FC Concordia bis dann seine Zuzüge qualifiziert hat. Ein wenig mehr Substanz wird der jungen Schädler-Elf von Nutzen sein.

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