Eine gute halbe Stunde lang plätscherte das Spiel so vor sich hin, ehe der FC Bubendorf mit einem Doppelschlag innert vier Minuten 2:0 in Führung hätte gehen können. Hätte – denn Schiedsrichter Keller aberkannte beide Treffer als Abseitstor. Vor allem beim zweiten Treffer protestierten die auf der Höhe stehenden Bubendorf-Anhänger lautstark, ob zu Recht oder nicht bleibt unklar.

Nur drei Minuten später geschah dann, was sich längst abzeichnete: Nach einem Hersperger-Freistoss kam Verteidiger Steiner aus 17 Metern zum Kopfball und war selbst etwas überrascht, als die Bogenlampe plötzlich im Netz lag. Bubendorf schaltete jetzt einen Gang höher und hätte noch mit dem Pausenpfiff erhöhen müssen, als Ari nach hervorragender Vorarbeit von Lepaja aus drei Metern an Torwart Wiesendanger scheiterte.

Bubendorf setzt Nadelstiche

Nach dem Wechsel ein ähnliches Bild: Bubendorf vermehrt in Ballbesitz und mit einigen Nadelstichen, Arlesheim hingegen war ausser bei Standards und Einwürfen offensiv inexistent. So kam es, dass Kohler nach einem Befreiungsschlag von Mundschin den Ball ergattern konnte, an Freund und Feind vorbeitanzte und schlussendlich locker zum 2:0 einschob. Zehn Minuten später zog erneut Kohler alleinstehend aufs Tor, doch diesmal legte er zur Überraschung aller nochmals quer auf den zwar völlig freistehenden aber ebenso überraschten Lepaja. Entsprechend weit übers Tor flog dann dessen Abschluss.

Arlesheim fand noch immer kein Mittel, die massierte Bubendörfer Abwehr in Verlegenheit zu bringen und musste fünf Minuten vor Schluss mit ansehen, wie Ari die vermeintliche Entscheidung herbeiführte. Doch zum dritten Mal an diesem Abend wurde sein Treffer wegen Abseits aberkannt.

Hoffnung für Arlesheim

Auf der anderen Seite dann wenigstens einmal ein Eckball, welcher dem eingewechselten Thomas Hersperger so unglücklich an die Hand prallte, dass Schiedsrichter Keller nicht anders konnte, als auf den Punkt zu zeigen. Mit Müh und Not brachte Quaranta den Ball dann an Hanafi vorbei ins Tor und so keimte doch tatsächlich noch einmal Hoffnung auf beim Heimteam. Zum Ausgleich reichte es jedoch nicht mehr.

«Wir sind selber Schuld, dass es am Schluss nochmals knapp wird», nervte sich Bubendorf-Trainer Ercedogan nach dem Spiel, zeigte sich ob der Leistung seines Teams aber sehr zufrieden: «Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen.» Roderick Föll vom FC Arlesheim hingegen war bedient: «Das war das schlechteste Spiel der Rückrunde. Jeder muss sich an der eigenen Nase nehmen für die kommenden Aufgaben.» Immerhin kommt es am Wochenende zum Derby und Abstiegskampf gegen den FC Therwil.