Curling
Arlesheim wird zum Curling-Mekka

Die Curlingwelt richtet ihren Blick auf Arlesheim. Zumindest in den kommenden vier Tagen, während der 11. Ausgabe des Swiss Cup Basel. Das Turnier ist einer von weltweit nur sieben Wettkämpfen der Curling Champions Tour.

Fabio Baranzini
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David Murdoch und sein schottisches Team gehören in Arlesheim zu den Favoriten. keystone

David Murdoch und sein schottisches Team gehören in Arlesheim zu den Favoriten. keystone

KEYSTONE

Gross ist das Interesse der besten Curling-Teams der Welt, an der 11. Ausgabe des Swiss Cup Basel dabei zu sein. Vorab, um in der Olympia-Saison einmal mit den ärgsten Widersachern auf Tuchfühlung zu gehen. «Aus Europa haben wir ausser dem amtierenden Weltmeister Niklas Edin aus Schweden praktisch alles am Start, was Rang und Namen hat», freut sich OK-Präsident Guido Caccivio.

Viele Weltmeister am Start

So bietet sich dann auch ein illustres Bild, wenn man einen Blick auf die Meldeliste wirft. Da ist zum Beispiel das schottische Team um den zweifachen Welt- und dreifachen Europameister David Murdoch dabei oder die norwegischen Silbermedaillen-Gewinner der Olympischen Spiele in Vancouver um Skip Thomas Ulsrud. Ebenfalls zu den Siegesanwärtern in Arlesheim gehören der zweifache EM-Medaillengewinner und frühere Junioren-Weltmeister Rasmus Stjerne aus Dänemark sowie Mark Dacey (CAN) und Oskar Eriksson (SWE).

Schweizer mit guten Chancen

Trotz der starken Konkurrenz müssen sich die Schweizer nicht verstecken – allen voran Team Adelboden mit Skip Sven Michel, das die Schweiz an den Spielen in Sotschi vertreten wird. «Für Michel und den Genfer Skip Peter de Cruz ist das Erreichen der Viertelfinals eigentlich fast schon Pflicht», so Caccivio.

Michel, der sich gemeinsam mit seinen Teamkollegen in der Olympia-Saison voll auf den Curlingsport konzentriert, hat seine Qualitäten mit dem dritten Platz Anfang September beim Baden Masters – ebenfalls ein Turnier der Curling Champions Tour – unter Beweis gestellt.

Interessant wird auch sein, wie sich der Basler Altmeister Bernhard Werthemann mit seinem Team Bern-Zähringer schlägt. Caccivio traut dem amtierenden Vize-Schweizer-Meister einiges zu. «Die Achtelfinals oder vielleicht sogar die Viertelfinals sind für ihn im Bereich des Möglichen.»

Erstmals 40 Teams am Start

Bei der heute beginnenden elften Ausgabe des Swiss Cup gibt es zwei Änderungen. Neu wird bereits am Donnerstagabend gespielt und nicht wie bis anhin erst am Freitag. Zudem wurde das Teilnehmerfeld aufgestockt. «Aufgrund der vielen Anmeldungen haben wir uns entschieden, 40 statt 32 Teams starten zu lassen», so der OK-Präsident. Gespielt wird neu in acht 5er-Gruppen, wobei sich die Gruppenersten und die acht besten dahinter liegenden Teams für die Achtelfinals vom Samstagabend qualifizieren. Der Sieger des Swiss Cup wird dann am Sonntagnachmittag gekürt.