Man hatte während den 60 Minuten auch das Gefühl, dass die Einheimischen mehr an den Sieg glaubten und auch mehr dafür taten. Von Beginn an probierte Stans, das Spiel in Griff zu bekommen, was ihnen durch die guten Rückraumspielerinnen auch wiederum gelang. Nach 10 Minuten stand es 6:3 für Stans und man hatte bereits nach der Startphase kein gutes Gefühl für die Gäste. Zwar konnte Basel 5 Minuten später durch ein Tor von Csebits nochmals den Anschluss schaffen (7:6).

Danach ging aber minutenlang auf beiden Seiten nichts mehr, viele Fehlschüsse und technische Fehler prägten das Spiel in dieser Phase, ehe Stans nach gut 22 Minuten beim Stand von 9:7 einen Gang zulegen konnte und in den letzten Minuten vor der Pause die Vorentscheidung realisieren konnte. Dass es der Linkshänderin Barbara Schiffmann mit 5 Toren im Alleingang gelang, die Baslerinnen zu zerlegen, spricht nicht unbedingt für die Basler Abwehr.

Die «Drei-Frauen-Mannschaft» 

Die 2. Halbzeit begann wie die erste Halbzeit aufhörte. Durch weitere Tore von Barbara Schiffmann (!!) und jetzt auch Nadja Fellmann kontrollierte Stans das Geschehen relativ locker und konnte so bis Mitte der 2. Halbzeit seinen 6-Tore-Vorsprung verwalten. Basel war an diesem Tag einmal mehr nicht in der Lage, den guten Stanser Rückraum zu stoppen und musste am Ende mit einer bitteren, aber korrekten 26:22-Niederlage den Heimweg antreten.

Es war kein Spiel ATV/KV Basel – BSV Stans, sondern wiederum gegen das Trio Schiffmann/Fellmann/Sörensen. Dass Barbara Schiffmann seelenruhig 11 Tore aus dem Rückraum werfen «durfte», bleibt das Geheimnis der Basler Verteidigung. Aber auch die Offensive konnte nicht glänzen. Von 49 Torabschlüssen konnte Basel nur 22 Tore erzielen. Das hatte wenig mit erstklassiger Stanser Torhüterarbeit zu tun. Einmal mehr wurden durch zu viele überhastete Aktionen und technische Fehler gute Chancen auf ein deutlich besseres Resultat vergeben.