In der aktuellen Verfassung wäre es eine Überraschung, sollten in der ersten Serie mit 7 Qualifikationsspielen doch noch Punkte eingefahren werden. Insbesondere, da Spiel Nummer 7 auswärts gegen Nottwil ausgetragen wird. Die Hoffnung stirbt aber bekanntlich zuletzt.

Die Gäste aus Stans starteten besser in die Partie und konnten sich in den ersten Minuten einen 2:0-Vorsprung erarbeiten. Basel gelang es aber in den nächsten Minuten, das Spiel besser in den Griff zu bekommen und nach knapp 14 Minuten erreichten die Einheimischen mit einem 5:3 erstmals eine 2-Tore-Führung.

Basel konnte nicht davonziehen

Die Baslerinnen blieben während der restlichen Zeit bis zur Pause zwar immer mit ein bis zwei Toren in Führung. Obwohl genug Chancen vorhanden waren, schaffte es Basel nicht, deutlicher in Führung zu gehen. Zwar realisierte Eliane Estermann 20 Sekunden vor dem Pausenpfiff eine 14:11–Führung, aber Basel schaffte es nicht, diesen 3–Tore–Vorsprung in die Pause zu bringen.

Stans erzielte in letzter Sekunde noch einen Treffer. ATV/KV Basel verpasste es in einem auf beiden Seiten von Nervosität und Fehlern geprägten Spiel mit einer komfortableren Führung in die Pause zu gehen. Stattdessen musste sich Basel mit einer 2-Tore-Führung begnügen. Wie in Winterthur sollte wieder der Start in die zweite Halbzeit die Vorentscheidung zu Ungunsten von Basel bringen. Mit einem 6:2–Lauf (bis zur 42. Minute) brachte sich der BSV Stans in eine gute Ausganglage.

Stans biss dich durch

Und jetzt wurde es ein richtiges dramatisches Spiel. Basel schaffte zwar immer wieder den Anschluss, aber Stans kämpfte um jeden Ball, konnte bis zum Schluss diesen knappen Vorsprung halten und einen vielumjubelten, nicht unverdienten Auswärtssieg feiern. Es war eigentlich kein Spiel ATV/KV Basel – BSV Stans, sondern gegen das Trio Schiffmann/Fellmann/Sörensen. Von 47 Torabschlüssen beim BSV Stans realisierten diese 3 Spielerinnen zusammen alleine 43, und von 24 Toren erzielte dieses Trio 22 Tore. Das sind zweimal mehr als 90 Prozent Anteil.

Dass es Basel nicht gelang, dieses Trio zu stoppen, ist eine Sache. Aber einmal mehr wurden durch zu viele überhastete Aktionen und technische Fehler gute Chancen auf ein deutlich besseres Resultat vergeben. Die Länderspielpause muss Basel nun nützen, um in die richtige Spur zu kommen, ansonsten wird es einen schwierigen Winter/Frühling geben.