Nach dem Herzschlagfinale um den Aufstieg, mit besserem Dardania als lachendem Sieger freut sich die Basler Regionalfussball-Gemeinde auf eine neue, aufregende Spielzeit. Zwischen Aufstiegsanwärter und dem «Fussvolk» ist ein Gefälle zu erwarten.

Die Favoriten

«Das Ziel ist der Aufstieg, und zwar möglichst bald», meint Aesch-Trainer Trainer Sinisa «Six» Pavlovic. Nur eine Niederlage bei 20 Spielen liessen die Aescher letzte Saison in der 3. Liga zu, dazu kommt ein Torverhältnis von 98:14. Auch deshalb gab es nicht viele Änderungen auf diese Saison hin. «Das war letztes Jahr der Plan, mit einem ähnlichen Team weiterzuspielen.» Die Abgänge Jeton Abazi (Concordia) und Elmi Shashivari (Liestal) wurden mit jungen Spielern kompensiert, unter anderem kommt Amos Ngan (Black Stars). «Mit Scott Chipperfield haben wir zudem einen wichtigen Rückkehrer, der seine Klasse immer noch besitzt.»

Ebenfalls zu den Favoriten gehört Amicitia Riehen mit dem dienstältesten Trainer der Liga Marco Chiarelli. Auch bei den Riehenern gab es keine grossen personellen Veränderungen. «Wir wollen vorne mitspielen, aber da ist eine konstante Saison gefragt, dies war letztes Jahr nicht der Fall», meint Chiarelli und verweist dabei auf die schwache Rückrunde. Im Finale des Basler Cups unterlag Riehen im Frühling Pratteln. Der FCP wird von den meisten Trainern auch zur vorderen Gruppe gezählt. «Top 4 ist das Ziel», erklärt Neo-Coach Roger Iseli «aber neuer Trainer, neue Ideen, da braucht es Zeit.» Die Verpflichtung von Stürmer Tim Grossklaus hat sich schliesslich doch nicht ergeben, doch können die Pratteler weiterhin auf die meisten Spieler wie bis anhin zählen. Zu guter Letzt gehört auch Reinach zur Topgruppe. Letztes Jahr auf der Zielgerade abgefangen, hat der FCR wieder reelle Chancen um den Aufstieg zu spielen. Neu dabei ist Trainer Marco Cecere. Sein Ziel «das gute erste Jahr bestätigen», deutet nicht auf einen Aufstiegszwang hin, müsste dann doch auf Grund einiger älterer Spieler einen Umbruch stattfinden. «Aber die Top 3 ist schon unser Ziel.»

Der Rest:

Nebst der Vierer-Topgruppe kann man wie bereits letzte Saison einen engen Kampf in den Rängen 5-14 erwarten. Absteiger Laufen musste einige Abgänge verkraften, dürfte aber den Klassenerhalt erreichen. Genauso wie Gelterkinden, das hingegen ihr Team grössten Teils zusammen halten konnte. Auch die zweite Equipe der Old Boys ist eher im vorderen Teil dieser «Rest-Gruppe» einzuschätzen, da OB diese Mannschaft auch zu Gunsten des Fanionteams fördern will. Viele oder gewichtige Abgänge zu verzeichnen hatten der FC Arlesheim, Oberdorf, Pajde, Rheinfelden und Timau, die allesamt zu den Abstiegskandidaten zählen. Auf Grund des späten Entscheids von Dardania, doch in die 2. Liga Interregional aufzusteigen, war für Timau lange unklar in welcher Liga sie bleiben würden. «So war es schwierig, auf dem Transfermarkt aktiv zu werden», erklärt Trainer Ivo Guidantoni.. Dann bleiben noch die beiden Aufsteiger Oberwil und Olympia. Oberwil mit dem ehemaligen Aufstiegstrainer Franz Glaser lebt vom Kollektiv und kann ähnlich wie Glasers Therwil vor vier Jahren zum Überraschungsteam werden. Bei Olympia hingegen darf man auf die Motivation der alternden ex-1. Liga-Spieler gespannt sein.