Handball
Auf Augenhöhe mit den Besten

Die U19-Auswahl nimmt erstmals an einer WM teil. Im Kader der Schweizer figuriert auch der Baselbieter Sebastian Kaiser (18), welcher in der letzten Saison schon beim RTV Basel in der höchsten Liga gespielt hat.

Georges Küng
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bz Basellandschaftliche Zeitung

Die Reise von der Schweiz nach Argentinien erstreckte sich, wegen der Zeitzonen, über zwei Tage. Bereits am 3. August brach die Schweizer Delegation von Zürich via Paris nach Buenos Aires auf. «Wir sind bewusst so früh angereist, damit wir uns eine Woche lang akklimatisieren können», so die Teamverantwortlichen um Cheftrainer Michael Suter, Assistenztrainer Nico Peter und dem Verbandssprecher Marco Ellenberger.

Im 16-Mann-Kader figuriert nur ein einziger Spieler aus der Region Basel. Sebastian Kaiser, der mit seinen Eltern kürzlich von Pfeffingen nach Bottmingen zügelte, ist in der letzten Spielzeit zu seinen ersten Einsätzen in der Swiss Handball League gekommen. In der «Nati» ist der 184 Zentimeter grosse Flügelspieler ebenfalls ein sicherer Wert. «Ich gehöre in der Regel nicht der Stammsechs an, komme aber als zweiter Flügel zu regelmässigen Einsätzen», so der Schüler, welcher in Reinach eine Sportklasse besucht. 29 Länderspiele, in denen er 31 Treffer erzielt hat, sind sein persönliches Palmarès mit der Landesauswahl.

20 Nationen, welche in vier Fünfergruppen eingeteilt sind, nehmen an den Titelkämpfen teil. Die Schweiz ist in der Gruppe D mit der Weltmacht Spanien, dem Gastgeber Argentinien sowie den beiden Aussenseitern Chile und Gabun eingeteilt. Gespielt wird in Mar del Plata, wobei die Schweiz in ihrem Eröffnungsspiel morgen Mittwoch auf den Afrika-Vertreter Gabun trifft. Auch im zweiten Spiel am Donnerstag gegen Chile wird ein Erfolg erwartet. «Argentinien wird sicher auf die Unterstützung des Publikums zählen können. Und das kann in Südamerika viel bedeuten», meint Sebastian Kaiser. Gegen den Gastgeber spielt die Schweiz am Sonntag, bevor am 15. August die wohl entscheidende Partie um den Gruppensieg gegen Spanien auf dem Programm steht. «Nicht nur im Fussball und Basketball, sondern auch im Handball sind die Spanier top. Doch ich hoffe, dass wir mit ihnen auf Augenhöhe sind», erklärt der RTV-Akteur.

Dass sich diese Mannschaft vor den Weltbesten nicht zu verstecken braucht, bewies sie im Sommer 2010, als die Schweiz an der U19-Europameisterschaft den vorzüglichen sechsten Schlussrang belegte. Auch damals kam Kaiser zum Einsatz. «Wir wollen zumindest die Viertelfinals erreichen und uns in der erweiterten Weltspitze etablieren», erklärt der Basler.

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