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Auf dem richtigen Weg: Der EHC Basel schaut trotz Playoff-Aus optimistisch in die Zukunft

ie Basler Defensive kann das 0:1 durch Dübendorfs Topskorer Steven Widmer (M.) nicht verhindern.

ie Basler Defensive kann das 0:1 durch Dübendorfs Topskorer Steven Widmer (M.) nicht verhindern.

Trotz Viertelfinal-Aus gegen Dübendorf in den Playoffs der MySports League zeigt man sich beim EHC Basel zufrieden und ist optimistisch für die Zukunft.

Konsternierte Gesichter bei Spielern und Fans des EHC Basel, als am Samstagabend um kurz vor 20 Uhr auf der Dübendorfer Kunsteisbahn die Schlusssirene ertönt. Sie besiegelt die Basler 2:5-Niederlage im Entscheidungsspiel der Playoff-Viertelfinalserie und somit das vorzeitige Ende der Aufstiegsträume des EHC. Ein Happy End bleibt den Baslern, die sich nach zwei Startniederlagen mit dem Rücken zur Wand stehend zurück in die Serie kämpften, verwehrt.

«Natürlich war die Enttäuschung im ersten Moment gross. Ich hätte es dem Staff, der Mannschaft und natürlich den Fans gegönnt, dass man nochmals einen weiteren Schritt hätte machen können. Am Samstag war Dübendorf aber die klar bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen. So ist der Sport halt eben manchmal», zeigt sich EHC-Präsident Daniel Schnellmann am Tag nach der Niederlage gefasst.

Er sehe das Saisonende seiner Equipe mit einem lachenden und einem weinenden Auge: «Unsere Planungen sind mittel- bis langfristig. Wir wollen in den nächsten zwei Saisons den Schritt zurück ins Profihockey machen, das ist unser definiertes Ziel. Dass wir diesem Ziel nun in dieser Saison schon näher als geplant gekommen sind, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Trotzdem ist es eine Enttäuschung, dass wir im Spiel gegen Dübendorf unsere Chance nicht gepackt haben.»

Das Momentum verloren

Die verpasste Chance in Dübendorf, sie schmerzt. Denn nachdem sich die Basler in extremis ins Entscheidungsspiel retteten, war die Zuversicht bei Mannschaft und Anhängern gross, dass man auf dieser Welle in den Halbfinal reiten könnte. Umso abrupter endete der Höhenflug gegen gut organisierte und kompromisslose Zürcher.

Denn bereits von der ersten Minute an zeigte Dübendorf entschlossenes Hockey und erstickte die Basler Euphorie im Keim. Obwohl Basel nach frühem Rückstand mit der ersten Torchance durch Timothé Tuffet der Ausgleich gelang und EHC-Vizecaptain Joshua Schnellmann seine Farben im Mitteldrittel gar in Führung schoss, kippte das Momentum nie auf die Seite der Gäste. Zu dominant agierten die Dübendorfer über das gesamte Spiel hinweg.

Entsprechend kurz währte die Freude über den Basler Führungstreffer. Keine Minute lang lebte der Traum von der erneuten Wende in dieser dramatischen Serie. Ein Fehler im Spielaufbau des EHC genügte den Dübendorfern zum Ausgleich. Der spielentscheidende Moment. Denn bis zur Pause kassierte Basel zwei weitere Gegentore, auch ein letztes Aufbäumen des EHC blieb erfolglos. Ein Treffer ins leere Tor im Schlussabschnitt sorgte für das 2:5-Schlussresultat.

«Die Mannschaft hat wirklich alles probiert, und das rechne ich ihr hoch an. Die Spieler dürfen und sollen jetzt trotzdem für ein paar Tage enttäuscht sein», so Schnellmann. «Wichtig ist, dass sie den Blick dann aber nach vorne richten. Das Team kann stolz sein auf den Schritt, den es diese Saison gemacht hat. Dieses Ausscheiden wird uns auf die neue Saison hin als Ansporn dienen, da bin ich mir sicher.»

Nachhaltigkeit an erster Stelle

Beim EHC denkt man Schritt für Schritt. Ziel ist es, sich nach dem Konkurs 2014 langsam, aber stetig zurück ans Profihockey zu tasten. Man will als konkurrenzfähiges Team in die Swiss League, die zweithöchste Schweizer Spielklasse, aufsteigen und hinter dem FC Basel zur sportlichen Nummer 2 der Stadt aufsteigen.

«Nachhaltigkeit steht dabei für uns über allem. Wir wollen uns nicht vom sportlichen Erfolg verführen lassen und dann wirtschaftlich den Karren an die Wand fahren», sagt Schnellmann. Davon, dass man sich diesem Ziel in der kommenden Saison wiederum einen Schritt nähern kann, ist man in Basel überzeugt. Insbesondere die zweite Saisonhälfte, in welcher die Basler Mannschaft mit ihren zahlreichen Neuzugängen zu einer eingespielten Einheit wurde und sich dies auch in den Resultaten und Zuschauerzahlen positiv niederschlug, stimmt Schnellmann zuversichtlich.

Auch die nun erstmals geschnupperte Playoff-Luft und das längerfristige Binden von diversen Leistungsträgern sind Indizien dafür, dass sich das Projekt EHC Basel auf dem richtigen Weg befindet. Ein Weg, der die Basler in der nächsten Saison weiter führen soll als nur in den Playoff-Viertelfinal: «Unser Ziel ist es, einen weiteren Schritt nach vorne zu machen. Wir wollen in den Playoff-Final. Dafür geben wir alles.»

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