Die 17-Jährige Tina Berger ist achtfache Basler Meisterin, Schweizer Meisterin bei den U17 Juniorinnen und erreichte Rang drei an der Schweizer Meisterschaft der U20. Somit sind auch ihre Ziele für die SM in rund einer Woche hochgesteckt. «Bei der U20 möchte ich auf jeden Fall einen Podestplatz holen oder noch besser in den Final kommen. Jedoch ist die Konkurrenz sehr stark und es wird sicherlich nicht einfach werden. Und bei der Elite wäre ich mit einem Platz unter den besten Fünf zufrieden.»

Seit die gymnasiastin sieben Jahre alt ist, betreibt sie Judo. «Ich bin damals durch einen Kollegen aus dem Kindergarten dazu gekommen. Mir gefiel diese Sportart sofort und ich sagte mir das mache ich weiter», erinnert sich die Athletin lachend. «Mir gefielen Einzelsportarten schon immer. Es kommt darauf an wie gut man selber ist und nicht wie gut die Mannschaft. Die Einzelleistung steht im Zentrum. Was mich am Judo (auf Deutsch: «Der sanfte Weg», Anm. d. Red.) fasziniert ist, dass man in Kontakt mit dem Gegner ist. Zudem spielen dabei Taktik, Technik und Geschwindigkeit eine wesentliche Rolle.»

Noch zwei Jahre bei der U20

Um so erfolgreich zu sein, trainiert Berger neun- bis zehnmal in der Woche. Doch nicht nur die Trainings besucht das Nachwuchstalent regelmässig, sondern natürlich auch die Schule. «Momentan ist es schon ziemlich stressig. Zum einen stehen die Schweizer Meisterschaften an und zum anderen bin ich im letzten Jahr meiner gymnasialen Ausbildung, da ist auch nicht gerade wenig zu tun. Mein Trainer sieht es nicht so gern, wenn ich jetzt im Training fehle, weil ebendiese wichtigen Wettkämpfe vor der Tür stehen. Aber man muss auch mal verzichten können», so die Schülerin über Trainings- und Schulstress.

Berger wird aber weiterhin versuchen beides unter einen Hut zu bringen, denn so kommt sie ihrem Ziel näher: «Ich möchte noch die zwei Jahre bei der U20 Erfahrungen sammeln, um dann bei der Elite einen guten Anschluss zu finden. So kann ich auch später noch bei internationalen Kämpfen dabei sein.»