Fussball
Auf die Old Boys warten nicht nur sportliche Herausforderungen

Der langjährige Old-Boys-Sportchef Christian Schmid hat seinen Rücktritt gegeben. Jetzt ist der Verein gefordert.

Jeremy Weill
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Die grösse eines KMU: Old Boys Basel (Claudio Zenger) vereinen über 30 Teams.

Die grösse eines KMU: Old Boys Basel (Claudio Zenger) vereinen über 30 Teams.

Martin Toengi

In der Woche vor dem Rückrundenstart der 1. Liga Promotion Anfang März hat Old-Boys-Sportchef Christian Schmid seinen Rücktritt gegeben. Der Aufwand sei aufgrund des Berufes zu gross gewesen, insbesondere seit den gesundheitlichen Problemen des Präsidenten Balz Heusler im Herbst. Schmid ist Architekt und in leitender Funktion eines Unternehmens und war dreieinhalb Jahre Sportchef. «Es ist seit Herbst sicher einige Arbeit an Schmid hängen geblieben, weshalb er nun kürzertreten musste», erklärt Vizepräsident Roger Berberat, «der Kontakt mit ihm bleibt jedoch weiterhin bestehen.»

Berberat wird voraussichtlich an der Generalversammlung der Old Boys Ende April zum neuen Präsidenten der Fussballsektion gewählt werden und arbeitet bereits jetzt in dieser Funktion. Die Position des Sportchefs wird aufgeteilt.

Abläufe professionalisieren

Auf administrativer Ebene ist es der bisherige sportliche Leiter und Nachwuchsverantwortliche Rafet Öztürk, der Schmid ersetzt. Öztürk wird ab Sommer in der OB-Geschäftsstelle eine 100-Prozent-Festanstellung erhalten um sich voll auf das Vereinsgeschehen zu konzentrieren. «Die Old Boys sind mit über 30 Teams und 60 Trainern wie ein KMU, deshalb macht ein solches Anstellungsverhältnis Sinn, da der Vorstand nicht alle Aufgaben decken kann und wir somit die administrativen Abläufe professionalisieren können», erklärt Berberat.

Zudem starten die Old Boys ab Sommer, nach einem U13-Team, erstmals mit jeweils einer U14- und U15- Equipe in den nationalen Nachwuchs-Spitzenfussball. Diese Mehraufwände werden in erster Linie durch eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge finanziert. Die sportliche Funktion von Christian Schmid wird bis im Sommer Trainer Roger Hegi übernehmen. Seine Aufgaben umfassen in erster Linie die Kaderplanung für die nächste Saison, sei dies mit aktuellen Spielern, aber auch das Einfädeln von Transfers. Ob Hegi in der nächsten Spielzeit selbst Trainer bleibt ist noch unklar. Roger Berberat: «Von unserer Seite ist klar, dass wir mit ihm weiterfahren wollen.» (JWE)