Credit Suisse Cup

Auf Tränen folgt Freudentanz: Liestalerinnen werden Schweizer Meister im Schülerfussball

Credit Suisse Cup (Symbolbild)

Die 3.-Sek-Schülerinnen aus Liestal erkämpften sich in Basel am Credit Suisse Cup Schweizer Meister im Schülerfussball – nach nervenaufreibenden Partien.

Die Emotionen gingen immer wieder hoch am Finaltag des diesjährigen Credit Suisse Cup – und zwar auf den Feldern wie an deren Rand. Es wurde gejubelt auf der St. Jakob Sportanlage. Es wurde aber auch heiss diskutiert, geflucht und geweint. Gewinnen konnten von den 3000 Finalteilnehmern – sie hatten sich über Regional- und Kantonalfinals unter rund 150‘000 für das Aufeinandertreffen der Besten qualifiziert – nur die wenigsten.

Eines der 13 Sieger Siegerteams stellte die 3. Sek Liestal – bei den Mädchen. „Unglaublich, mit einem solchen Erfolg hatten wir nie und nimmer gerechnet“, sagten die Erfolgreichen übereinstimmend und setzten zu einem langandauernden und euphorischen Freudentanz an.

Zum vierten Mal war das talentierte Team dabei. In der Vergangenheit aber schied es stets in der Vorrunde aus. „Nun nahmen wir uns vor, ins Halbfinale vorzustossen“ – um die letzte Gelegenheit handelte es sich, aus Altergründen.

Das Erfüllen der Vorgabe schafften die Neuntklässlerinnen souverän. Nachdem sie mit einem Remis ins Turnier gestartet waren, reihten sie Sieg an Sieg. Und es blieb nicht dabei. Im Halbfinal stand das Glück auf Seiten der Baselbieterinnen.

Nachdem sie gegen die Westschweizerinnen von Sarine Ouest  CO 4:1 führten, mussten sie zwar in den Schlussminuten drei weitere Gegentreffer hinnehmen. Es folgte der Penaltykrimi mit Tränen bei einem früh verschossenen Versuchen, Applaus bei erfolgreichen Goalie-Paraden und schliesslich dem knappen Sieg.

Ehrgeiz, Teamgeist und Klasse

„Wir zeichnen uns durch Ehrgeiz, Teamgeist und zwei Fussballerinnen aus“, nannten die erstaunten Spielerinnen  ihr Erfolgsrezept. Doch nun trafen sie im Final just auf das Team vom De Wette-Schulhaus in Basel. Gegen dieses hatten sie bereits am Basler Final gespielt, als die Qualifikation für das Finalturnier bereits für beide Equipen festgestanden hatte.

Und die Liestlerinnen verloren. „Das wird schwierig, aber wir wollen die offene Rechnung begleichen“, sagten sie sich vor dem Final. Die Aufbruchstimmung machte sich bezahlt. Sie siegten nochmals, nochmals dramatisch im Penaltyschiessen.

Für den einzigen Kategoriensieg aus der Region waren die Liestlerinnen aber nicht besorgt. Bei den 6. Klässlern setzte sich die Primarschule Hirzbrunnen aus Basel durch. Und was die Erfolgreichen kaum wussten: Sie haben Idolen mit ihrem Erfolg etwas Entscheidendes voraus.

Eine grossartige Plattform

Die Nationalspielerinnen Cinzia Zehnder und Florijana Ismaili sowie der Captain des Beachsoccer-Nationalteams Moritz Jäggi betonten nämlich zwischen dem Autogrammschreiben, dass sie „früh ausschieden“ (Jäggi) oder „bereits früher scheiterten“.

Der diesjährige Final des Credit Suisse Cups lebte schliesslich vom Wetterglück. Wider der Prognosen blieb es trocken, und die Verkürzung der Partien als Vorsichtsmassnahme wäre nicht nötig gewesen. Von „einer einmal mehr grossartigen Plattform“ sprachen die Organisatoren.

Der Anlass lebt, die Ausstrahlung ist riesig, und für die Involvierten bietet sich die Möglichkeit, sich übers Siegen zu freuen und ebenso das Verlieren kennenzulernen. Und mit Blick auf die Geschichte konnten sie festhalten: „Das Schönste an der Entwicklung  ist die wachsende Präsenz der Mädchen und jungen Frauen.“ Liestal bot bestes Beispiel hierfür.

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