Den Start in dieses Spiel verschliefen die Einheimischen komplett, respektive der LC Brühl nahm von Anfang an das Spiel in die Hand und nach gut acht Minuten führten diese bereits mit 6:1, was Basels Trainerteam gar nicht schmeckte.

So war Minuten später bereits das erste Timeout seitens Basels notwendig, um die Spielerinnen zu «wecken». Und dies zeigte Wirkung. Innerhalb von knapp 10 Minuten gelang es Basel, das Spiel zu wenden und man hatte in der 20. Minute den erstmaligen Ausgleich geschafft (9:9).

Dies war nun die Zeit, wo es Brühls Cheftrainer Werner Bösch zu viel wurde und er seinerseits innerhalb von nur sechs Minuten zweimal ein Timeout bezog (18., 24. Minute). Das Spiel lief relativ ausgeglichen, aber intensiv weiter und mit einem knappen 11:13 für den LC Brühl ging es in die Halbzeitpause.

Schwache 17 Minuten

Der Start in die 2. Halbzeit verlief ebenfalls ausgeglichen, Anja Scherb konnte nach knapp 34 Minuten den 14:15–Anschlusstreffer für Basel erzielen. Aber man merkte bereits in diesen ersten Minuten, dass Brühl nun bedeutend agressiver in der Deckung arbeitete, was immer mehr Wirkung bei den Einheimischen zeigte.

Von Minute 35 bis Minute 52 lautete das Skore dann 1:13 für den LC Brühl (15:28), was die definitive Entscheidung zugunsten der Gäste bedeutete. Den Baslerinnen gelang in diesen 17 Minuten rein gar nichts. Zu viele Fehlwürfe und auch einige technische Fehler nützte das routinierte Gästeteam gnadenlos aus, daraus gab es sicher ein halbes Dutzend Tore durch Gegenstösse der schnellen Koslowski und Özcelik.

Das Basler Team liess sich aber nicht hängen und probierte in den letzten Minuten, den resultatmässigen «Schaden» nicht zu gross werden zu lassen, was mit vier Toren in der Schlussphase noch gut gelang. So setzte es zwar eine klare 19:28–Niederlage ab, was aber sicher kein Beinbruch gegen das Topteam aus der Ostschweiz bedeutet.

Aber logischerweise kann man sich gegen ein Topteam keine so langen «Auszeiten» erlauben, diese werden sofort gnadenlos ausgenützt. Es gab aber in den «guten 35, 40 Minuten auch sehr viel Positives zu sehen», was man nicht vergessen  soll und Mut für die kommenden Spiele machen soll.