Fussball
Aufopfernder Einsatz der FCB-Frauen bleibt ohne Belohnung

Der FC Basel unterliegt in der Nationalliga A dem FCZ trotz grosser Spielanteile 1:3. Nachdem der FCB mit drei Siegen in die Saison startete, setzt es gegen die Überfliegerinnen des Schweizer Frauenfussballs die erste Saisonniederlage ab.

Fabian Kleeb
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FC Basel Frauen verlieren gegen den FCZ
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Mirjam Betschart (rechts) im Duell mit Fabienne Humm.
Eseosa Aigbogun mit perfekter Ballkontrolle.
Eseosa Aigbogun setzt sich mit viel Mühe gegen Barbara Beutler durch.
Valentina Mühlebach gegen Mirnije Selimi, beobachtet von Danique Stein.

FC Basel Frauen verlieren gegen den FCZ

Martin Töngi

Den FCB-Frauen gelang ein Saisonstart nach Mass. Mit dem Punktemaximum aus drei Spielen und zehn erzielten Toren grüsste das Team von der Tabellenspitze. Doch mit den FC Zürich Frauen, die sich letzte Woche souverän für die Champions League qualifizierten, warteten in der vierten Runde die absoluten Überflieger des Schweizer Frauenfussballs. Die letzten beiden Saisons dominierten die Zürcherinnen nach Belieben. Sie wurden einerseits überlegen Schweizermeister, und andererseits Cupsieger. Zum letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams kam es im Frühling beim Cupfinal. Die Baslerinnen wurden damals regelrecht vorgeführt und mit 0:5 vom Platz gefegt.

Start verschlafen

Drei Minuten waren auf der Basler Schützenmatte gespielt, und schon befand sich das Heimteam wiederum im Hintertreffen. Die Basler Hintermannschaft zeigte sich gastfreundlich, schenkte dem FCZ mit einem katastrophalen Pass vor das eigene Tor die Führung. Während die Zürcherinnen zu Beginn klar dominierten, kam der FCB immer besser in die Partie. Viele Eckbälle und einige aussichtsreiche Freistossmöglichkeiten waren der Lohn dafür. Dann, kurz vor dem «Pauseneistee» in der Basler Hitze der herbe Rückschlag. Cumba Sou erhöhte das Score mit einem abgefälschten Schuss auf 2:0 für den FCZ.

«Eines der besten Spiele»

FCB-Coach Beat Naldi nach der Partie: «Das Spiel heute war eines der allerbesten unter mir als Trainer.» Der Grund für diese Aussage war vor allem in der zweiten Halbzeit zu finden. Mit tollen Spielzügen und längeren Druckphasen spielten die Baslerinnen den FCZ an die Wand. In der 66. Minute war es soweit, Fabienne Bangerter erzielte per abgelenkten Distanzschuss den verdienten Anschlusstreffer.

Extrem kämpferische Leistung

Die FCB-Frauen setzten weiterhin alles daran, um wenigstens ein Unentschieden herauszuholen. «Mein Team hat alles gegeben und bis zum Schluss hart gekämpft, leider sind wir dafür nicht belohnt worden», analysierte Naldi. Der FCZ hatte kaum noch Torchancen. Trotzdem sorgten die Gäste kurz vor dem Schlusspfiff für die endgültige Entscheidung. In der Nachspielzeit verwertete Fabienne Humm, die bereits den ersten Treffer markierte, einen schön vorgetragenen Konter zum finalen 1:3. Unmittelbar vor Abpfiff endete der letzte Angriff der Baslerinnen am Pfosten. Diese Szene war symptomatisch für den Spielverlauf.

Einzig das Ergebnis stimmt nicht

Beat Naldi darf mit dem animierten Spiel seiner Frauen zufrieden sein, nicht aber mit dem Endresultat. Gegen den FCZ muss für den Erhalt von Punkten alles zusammenstimmen, Unkonzentriertheiten wie zu Beginn sind verboten.

Gleichwohl hat sich die Mannschaft erfolgreich von der Cupfinal-Blamage erholt, und konnte den FCZ in diesem Spiel ernsthaft herausfordern. Dies bleibt hoffentlich auch im weiteren Verlaufe der Saison so. Vielleicht folgt dann dem Fleiss sogar noch der Preis.