Fussball

Aufsteiger Reinach sieht sich nicht als Favorit

FC Reinach bejubelt den Treffer von Nicolas Maissen (gestreckter Arm) im Basler Cupfinal gegen Dardania.Zinke

FC Reinach bejubelt den Treffer von Nicolas Maissen (gestreckter Arm) im Basler Cupfinal gegen Dardania.Zinke

Aufsteiger FC Reinach weist die vermeintliche Favoritenrolle in der 2. Liga regional von sich. Man strebe den Ligaerhalt an, sagen Trainer und Sportchef. Ziel ist auch die Pokalverteidigung im Basler Cup.

56 Punkte aus 22 Spielen – der FC Reinach marschierte vergangene Saison durch die 3. Liga und schaffte die Promotion in die 2. Liga regional bereits mehrere Runden vor Schluss. Seine Stärke demonstrierte das junge, mit den Routiniers Ivano Biancavilla, Mirco und Nicolas Maissen «verstärkte» Team auch im Basler Cup, wo es auf dem Weg ins Finale drei Zweitligisten ausschaltete und am Ende den Pokal in die Höhe stemmte.

Mannschaft weiter verstärkt

Die Mannschaft ist nicht nur zusammengeblieben, sondern wurde mit dem illustren Trio Stefan Abt (SC Dornach), Sven Jegge (SV Muttenz) und Patrick Zenhäusern (FC Concordia) verstärkt. Kein Wunder gelten die Reinacher, die zum Auftakt heute in Therwil antreten (18 Uhr, Kändelboden), als einer der Favoriten auf den Spitzenplatz. Boris Zimmermann nimmt solche Prognosen mit einem ungläubigen Lachen zur Kenntnis: «Das sind Aussagen der Konkurrenz, die von sich ablenken will». Der Reinacher Trainer sieht Bubendorf und Rheinfelden als stärkste Teams, traut aber auch Pajde und Dardania einiges zu. Für sein Team gehe es einzig um den Klassenerhalt: «Wir wollen so schnell wie möglich 30 Punkte holen.»

Fokus auf die Eigengewächse

Ins gleiche Horn bläst auch Sportchef Peter Oppliger, der zudem erklärt, dass die prominenten Neuzugänge nicht Teil einer Transferoffensive sind: «Alle drei wollten ihr Fussballpensum reduzieren. Abt und Zenhäusern sind ehemalige Reinacher Spieler, Jegge wollte nochmals mit Biancavilla und Mirco Maissen, seinen Kumpels aus Muttenzer Zeiten, zusammenspielen.» Die Philosophie des Vereins ist, auf Eigengewächse zu setzen. «Bis auf Jegge und Salem Fahdy hat jeder in unserem Kader eine Vergangenheit beim FC Reinach», sagt der Sportchef nicht ohne Stolz.

Die Reinacher rechnen mit einer «brutal schwierigen Saison», wie es ihr Trainer formuliert. Er hält es wegen der Situation in der 2. Liga interregional, wo heuer sechs Clubs aus der Region mitspielen, für nicht unwahrscheinlich, dass gleich zwei davon am Ende absteigen. Dies wiederum würde bedeuten, dass aus der regionalen 2. Liga vier Teams relegiert werden. «In diesem Fall wird wohl die Hälfte aller Mannschaften gegen den Abstieg kämpfen», glaubt Zimmermann.

Grosse Ziele im Cup

Als Understatement will er seine Aussagen nicht verstanden wissen, «denn natürlich haben wir unsere Qualitäten». Die Ausgangslage sei aber nun anders als in der letzten Cup-Saison, in der Oberdorf, die Old Boys und Binningen den Sportplatz Einschlag als Verlierer verliessen. «In diesen Spielen hatten wir nichts zu verlieren und konnten nur reagieren. Diese Position haben wir nun nicht mehr.»

Offensiver formuliert man in Reinach dagegen die Ziele im Basler Cup. «Für jeden Fussballer aus der Region ist es das Grösste, diesen Pokal zu gewinnen. Wir streben die Titelverteidigung an», sagt Peter Oppliger.

Meistgesehen

Artboard 1