Dass Basel vor Saisonbeginn nur Aussenseiterchancen zugestanden wurden, scheint vergessen. Zu konstant spielen die Beppi in der laufenden Saison. Auch für Basels Sportchef Michi Ruch ist die Situation erfreulich: «Wie spielen regelmässig auf gutem Niveau und haben nur wenige Ausfälle zu beklagen.» Doch um überhaupt wettbewerbsfähig zu sein, musste der SC Uni Basel vor Meisterschaftsstart drei ausländische Spielerinnen und Spieler verpflichten.

Mit Matilda Petersen (Sweden), Kasper Ødum (Dänemark) und dem Slowenen Luka Petric haben drei Topspieler den Weg in die Rheinstadt gefunden. «Sie und auch die bulgarische Verstärkung Stefani Stoeva sind sehr gut integriert und eine mentale Stütze für den Rest des Teams. Sie bringen regelmässig Punkte nach Hause und nehmen so den Druck von den jungen Schweizer Akteuren.»

Ausländer kosten Geld

Spieler aus dem Ausland in die Schweiz zu holen, kostet Geld. Zwar sind es nicht Unsummen wie in anderen Sportarten, aber die Reisespesen sowie eine Spielpauschale müssen trotzdem bezahlt werden. Um dieses Unterfangen auf diese Weise überhaupt finanzieren zu können, ist der SC Uni Basel auf Sponsorengelder angewiesen. «Die Universität Basel ist ein grosser Sponsor. Zudem unterstützen uns weitere kleinere Sponsoren», sagt Ruch.

Während der Abwesenheit unter der Woche trainieren die Cracks mit den Nationalkadern in ihren Heimatländern. Obwohl die ausländischen Teammitglieder nur zu den Spielen anreisen und auch dafür entlohnt werden, kennen die übrigen Spieler keinen Neid. Es gäbe zwar immer wieder Diskussionen, aber schlussendlich zeigten alle Beteiligten Verständnis für die Situation, meint Sportchef Ruch.

Die neuen Teamstützen suchen sich die Basler nicht willkürlich, sondern nach gewissen Kriterien aus. «Wir achten auf Disziplin, Alter und Ehrgeiz. An internationalen Turnieren, wie beispielsweise der Team-EM von letzter Woche, können wir mit geeigneten Kandidaten in Kontakt treten.»

Regeländerung erwünscht

Diese Entwicklung, vermehrt auf ausländische Spielerinnen und Spieler zu setzen, ist für Ruch nicht nur begrüssenswert: «Das ist teuer und verunmöglicht den Einsatz von jungen, talentierten Spielern.» Dies bekam diese Saison der BC Solothurn zu spüren, der aus finanziellen Gründen sein NLA-Team zurückziehen musste.

Ganz auf ausserschweizerische Hilfe verzichten können die Basler allerdings nicht. «Es würden sich nicht genügend Teams finden, um eine Meisterschaft auszutragen», ist sich Ruch sicher, «auf nächste Saison hin ist allerdings eine Regeländerung geplant, sodass man diesem Problem entgegen wirken kann.»