Fussball
Aufwind für die nächsten Aufgaben: Allschwil holt Punkt gegen United Zürich

Die Allschwiler und United Zürich trennen sich im ersten 2.-Liga-inter-Spiel in der neuen Saison 0:0. Vor allem in der zweiten Hälfte waren die Zürcher aber näher am Sieg.

Alan Heckel
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Allschwil mit Nikola Nikolic (r.) trotzt dem Favoriten einen Punkt ab. Nars

Allschwil mit Nikola Nikolic (r.) trotzt dem Favoriten einen Punkt ab. Nars

Kenneth Nars

«In der ersten Halbzeit habe ich mich geärgert, dass wir das 1:0 nicht geschossen haben. In der zweiten war ich froh, dass wir um einen Gegentreffer herumgekommen sind. Deshalb geht das Remis in Ordnung, auch wenn ich unseren Zuschauern lieber ein 1:1 anstatt des 0:0 gewünscht hätte.» Mit diesen Worten fasste Sohail Bamassy den Auftakt in die neue Saison gegen den FC United Zürich zusammen. Der Trainer des FC Allschwil war mit der Darbietung seiner Elf durchaus zufrieden: «Wir haben eine der stärksten Mannschaften unserer Gruppe in Bedrängnis gebracht. Das wird uns sicherlich Aufwind für die nächsten Aufgaben geben.»

Wenn es im Allschwiler Spiel etwas zu bemängeln gab, war es die fehlende Durchschlagskraft in der Offensive. Die Baselbieter agierten einen Tick zu langsam und zu kompliziert, sodass die starken Innenverteidiger der Gäste meist die grösste Gefahr im Keim ersticken konnten. Allzu hart kritisieren wollte Bamassy seine Offensivleute aber nicht, «weil ich in den letzten Trainings das Augenmerk auf die Defensive gelegt hatte – und mit dieser war ich zufrieden».

Nikola Nikolic zieht am Gegner vorbei.
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Sorgte für Unruhe: Nikola Nikolic (am Ball).
Allschwils Mario Aeschbach (r.) springt am höchsten.
Denis Widmer (r.) im Allschwil-Dress.
Allschwil mit Nikola Nikolic (l.) hält den Punkt fest.

Nikola Nikolic zieht am Gegner vorbei.

Kenneth Nars

In der Tat liess der FCA hinten wenig zu. Die Ausnahme bildete eine knapp zehnminütige Phase in der zweiten Halbzeit, in der die Gäste mehrmals knapp an der Führung schnupperten. Zweimal musste Marco Schmid reflexartig gegen die Abschlüsse Luca Georgis (71.) und Adnan Mustafi (78.) retten, einmal rettete Captain Drazen Cosic für seinen geschlagenen Goalie gegen Monsegueha Koite auf der Linie (78.). Und als kein Allschwiler zur Stelle gewesen wäre, hatte das Heimteam Glück, dass Koite nach einem Corner knapp am Tor vorbeiköpfelte (79.).

Auffällig war, dass die Zürcher mit der «langen Leine» von Nicolas Misic viel besser zurechtkamen. Der Schiedsrichter pfiff keineswegs schlecht, verzichtete aber im Zweifelsfall stets darauf, von seinem wichtigsten Utensil Gebrauch zu machen. Wäre an der Stelle des Fribourgers ein etwas kleinlicherer Ref auf dem Feld gestanden, hätten die Allschwiler Jonas Käser (20.) und Nikola Nikolic (86.) jeweils einen Foulpenalty zugesprochen bekommen. Zudem hätte United Zürich die Partie wohl zu zehnt zu Ende bringen müssen, denn Manuel Georgis leistete sich eine Handvoll gelbwürdiger Fouls und kam mit nur einer Verwarnung davon.

Sohail Bamassy musste wegen Misics zurückhaltender Art zu pfeifen konstatieren, «dass wir dadurch kaum zu Standards in Strafraumnähe kamen und eine unserer Stärken praktisch nicht zum Tragen kam». Eine Lektion hat der FCA-Trainer jedenfalls gelernt: «In Zukunft unterbreche ich das Training nicht gleich, wenn einer Foul schreit.»