Im Klassiker zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich warf ein FCZ-Fan eine Banane aufs Spielfeld. Sie landete neben Aldo Kalulu. Der Franzose mit kongolesischen Wurzeln nahm den Vorfall mit Humor auf. Er sagte später im Interview mit der bz: «Ich hätte die Banane essen sollen.»

Doch nicht alle nahmen den Bananenwurf so locker auf. Ein Aufschrei ging durch die Schweiz. Rassismus-Skandal in der Super League, hiess es von allen Seiten. FCB und FCZ verurteilten die Tat. Die Liga ermittelte.

Nachdem der Bananenwerfer das bz-Interview mit Kalulu gelesen hat, entscheidet er sich, an die Öffentlichkeit zu gehen und wendet sich an den «Blick». «Ich bin der Bananenwerfer vom Klassiker», schreibt er der Zeitung. Der Mann heisst Gökhan Cukur. Er ist 45-jährig, Fan des FC Zürich, Ostschweizer mit türkischen Wurzeln.

Der Doppelbürger ist entsetzt, was er mit seiner Kurzschlussreaktion ausgelöst hat. Er sagt, «ich bin doch kein Rassist, im Gegenteil.» Er habe aus Ärger über eine Spielverzögerung die Banane in das Fangnetz vor dem Gästesektor geworfen. Von dort sei sie dann aufs Spielfeld gefallen.

Der Vorfall hat wohl auch Konsequenzen für Cukur. Mit seinem Outing riskiert er ein längeres Stadionverbot und eine Geldbusse. Weil es sich in der Szene aber bereits herumgesprochen habe, dass er der Bananenwerfer vom Klassiker sei und ihn Kalulu in der bz als «Dummkopf» bezeichnete, wollte er sich der Öffentlichkeit stellen und sich entschuldigen. Das tut er dann auch im «Blick»: «Ich entschuldige mich beim FCZ und beim FCB. Die Klubs sind nicht schuld an meiner leichtsinnigen Aktion!» (zam)