Für diese wichtige Partie beim Tabellennachbarn wurde ein B-Lizenz für Thomas Keller gelöst. Der Stürmer vom EHC Rheinfelden sollte den in den letzten Spielen schmerzlich vermissten Martin Wüthrich ersetzen und tat dies vorbildlich. Seine Präsenz auf dem Eis tat der Mannschaft sichtlich gut. Prompt wurde er an diesem Abend auch als Bestplayer geehrt.  Keller ist kein Unbekannter beim EHC Basel, trug er doch während seiner bisherigen Aktivzeit in elf Saisons das rot-weiss-schwarze Trikot. Im Tor spielte Thomas Gass, der nach seiner  guten Partie gegen die Argovia Stars abermals  das Vertrauen der Trainer bekam.

Mit seinem fünften Schuss an die Torumrandung, in den letzten drei Meisterschaftsspielen notabene,  eröffnete Timothé Tuffet die Partie. Es war an diesem Abend ein ganz anderes Auftreten als letzten Samstag. Es herrschte Solidarität auf dem Eis. Der Kampf wurde angenommen. Belohnt wurde der gelungene Start durch Cyrill Voegelin. Sein Schuss war so hart, dass Torhüter Schmocker den Puck  mit seiner Fanghand nicht festhalten konnte. 0,8 Sekunden vor der Pausensirene gelang Sommer noch der Ausgleich für Burgdorf.

Basel verdaute diesen Gegentreffer sehr gut. Ein Doppelschlag zu Beginn des Mitteldrittels sorgte für einen Zweitorevorsprung. Beim 1:2 sah Keller den Puck nach seinem Buebetrickli bereits im Tor, danach jubelte Pfennich nach seinem Schuss, doch erst Tuffet vollendete aus kurzer Distanz. Herrlich das 1:3,  als Voegelin hinter dem Tor die Scheibe zu Keller lupfte. Die Burgdorfer gaben jedoch nie auf und kamen immer wieder heran. Insbesondere im Powerplay waren sie stets gefährlich.

Abermals zeigte sich heute, dass die Basler Mannschaft Probleme hat, einen Vorsprung zu halten. Fünf Mal wurde ein Vorsprung verspielt. Positiv war andererseits, dass man nach den jeweiligen Gegentreffern den Kopf nicht hängen liess und weiter marschierte. So konnten durch Tuffet, Keller, Spreyermann und Guantario weitere gute Möglichkeiten herausgespielt werden. 30 Sekunden vor Schluss vereitelte der Schiedsrichter eine Konterchance von Basel, als der entscheidende Pass durch seinen Schlittschuh gestoppt wurde. Tuffet machte darauf seinem Unmut heftig Luft und musste dafür zwei plus zehn Minuten auf die Strabank. Die Verlängerung brachte  keine Entscheidung. Im Penaltyschiessen trafen Pfennich und Voegelin und sicherten damit dem EHC Basel verdientermassen zwei Punkte.

Nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis war Cyrill Voegelin, Captain und Schütze des entscheidenden Penalty «Es nervt mich, dass wir keine drei Punkte geholt haben. Wenn wir im Spielfluss sind, vergessen wir oft die Defensive und machen dadurch Geschenke. Positiv fand er,  neben der Tatsache wieder auf die Siegesstrasse zurückgefunden zu haben,  die Reaktion auf die Niederlage von letztem Samstag: «Wir wollten unbedingt eine Reaktion zeigen. Das was wir dort geboten hatten, war eine Frechheit.»

«Unbelastet» in die Partie gegangen ist Thomas Keller, dem es «sehr viel Spass» gemacht hat wieder für den EHC Basel zu spielen. «Eine Charakterleistung» sei es gewesen, dieser Sieg.

Bereits am nächsten Samstag, 12. November um 20:15 in der St. Jakob Arena  ist gegen den SC Unterseen-Interlaken eine weitere Charakterleistung gefordert,