Eishockey

Basel Kleinhüningen gewinnt und verliert Cyrille Scherwey – das schmerzt

Cyrille Scherwey verlässt den EHC Basel/KLH in Richtung Olten.

Cyrille Scherwey verlässt den EHC Basel/KLH in Richtung Olten.

Der EHC Basel/KLH erfüllt die Pflicht gegen das Tabellenschlusslicht aus Belp souverän. Nun folgt das kapitale Heimspiel gegen den Tabellenvierten aus Interlaken-Unterseen, gegen den die Basler in dieser Saison noch nie gewinnen konnten.

«Eishockey-Partei – Wählt uns in die Playoffs». Mit dieser besonderen Kampagne will der EHC Basel/KLH im Stile der Wahlplakate am Strassenrand Zuschauer in die St. Jakobs-Arena locken. Ob die Aktion Früchte trägt, wird sich vor allem beim folgenden und äusserst wichtigen Heimspiel gegen Unterseen-Interlaken zeigen. Dann nämlich wird sich weisen, ob der EHC Basel/KLH sein erstrebtes Ziel sicher erreichen wird.

Mit dem 10:0-Sieg gegen Belp bleiben die Basler Tabellenführer mit acht Punkten Vorsprung auf den Trennstrich. Mit momentan einer ausgetragenen Partie mehr gegenüber Unterseen-Interlaken kann das direkte Duell die Vorentscheidung im Kampf um die Playoffs bedeuten.

Eine Vorentscheidung war auch im gestrigen Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht aus Belp früh zu erwarten. Nach der 1:6-Niederlage im letzten Heimspiel gegen Burgdorf versprach Präsident Hans-Peter Gerber bei der Begrüssung der Fans bereits vor dem Spiel eine deutliche Reaktion. Diese liess nicht lange auf sich warten, zur Spielmitte lag der EHC Basel/KLH beruhigend mit 5:0 in Front.

Die einzigen Treffer aus Belper Sicht gelangen Valentin Betschart in der 28. sowie 60. Minute. Bei einer Schlägerei raufte er sich erst heftig mit dem Basler Leandro Gfeller, vor Spielschluss komplettierte er seinen rüden Auftritt mit einem Scharmützel mit Pascal Mäder.

Ein Schub fürs Basler Ego

Ein weiteres Lebenszeichen der über weite Strecken harmlosen Belper blieb aus. Mit insgesamt nur neun Torschüssen wäre es ohnehin schwierig geworden, das Stängeli der Basler zu egalisieren. «Für das Selbstvertrauen war es wichtig, so viele Tore zu erzielen und keines zu erhalten», sagt Basel-Trainer Peter Salmik.

Nicht mit von der Partie war der Basler Cyrill Scherwey. Nach seinem Try-out in Ambri wechselt der Stürmer nun definitiv den Verein. Nicht ins Tessin und auch nicht in die NLA. Der 25-Jährige wechselt zum EHC Olten. Über die Dauer des Vertrages wurde Stillschweigen vereinbart, auch wenn vieles auf einen Kontrakt vorerst bis zum Saisonende hindeutet.

In der NLB kennt sich der Freiburger bereits bestens aus. In 223 Partien für Sierre und Basel erzielte er bisher 65 Skorerpunkte. «Wir bedauern den Abgang von Cyrille, aber wollten ihm natürlich keine Steine in den Weg legen», sagte Gerber. Damit steht Scherwey vor dem Duell gegen den kommenden harten Brocken nicht zur Verfügung. Gegen Unterseen-Interlaken verloren die Basler die bisherigen drei Saisonduelle allesamt.

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