Basel Regio erlebt keinen guten Saisonstart. Nach lediglich drei erreichten Punkten aus vier Spielen stehen die Handballerinnen mit Rang sechs schon zu Meisterschaftsbeginn weiter unten auf der Tabelle als geplant. «Wenn man unsere momentanen Leistungen mit anderen Teams vergleicht, scheint unser Saisonziel Platz vier bereits etwas in Gefahr zu sein», sagt Trainer Thomas Mathys. «Wir müssen wohl eher nach hinten schauen, als nach vorne.»

Mehr vom Rückspiel erhofft

Dabei hatte man sich nach der knappen Niederlage in Winterthur vor zwei Wochen und dem Motivationsschub durch den Sieg beim LC Brühl mehr vom vorgezogenen Rückspiel erhofft. «Ich hatte damit gerechnet, dass wir zumindest mithalten können», so Mathys. Yellow Winterthur sah das anders. Timea Mezeis Penalty zum 1:0 war der einzige Zeitpunkt der Partie, in dem Basel in Führung lag. Danach bauten die Gäste ihren Vorsprung konstant aus und kontrollierten das Spiel.

Raffinierte Pass-Stafettenl

Winterthur verteidigte gut und zwang die Baslerinnen so zu Schüssen aus ungünstiger Position, die Goalie Rahel Hoenig oftmals blocken konnte. Die Basler Topskorerin Monika Pelka kam mit fortschreitender Matchdauer zunehmend besser ins Spiel und durchbrach die gegnerische Verteidigungslinie mit krachenden Würfen insgesamt sechs Mal.

Ausserdem zeigte das Heimteam einige raffinierte Pass-Stafetten vor dem Tor, die zu schön anzusehenden Treffern führten. Doch Yellow bewies neben einer effektiven Defensive auch eine effiziente Offensive.

Fehlende Energie im Team

«Sie kamen konsequent mit viel Druck, und hatten zudem eine gute Energie im Team – was uns fehlte», sagt Mathys. Torhüterin Danielle Nyffenegger hatte, anders als ihr Gegenüber, den Winterthurer Torversuchen wenig entgegenzusetzen und wirkte oft überrumpelt. Dazu trug auch die Basler Abwehr bei: «Wir sind hinten zu wenig schnell heraus gekommen und haben weder den Kreis noch die Flügel genügend gedeckt», sagt der Trainer. Dazu kamen viele unnötige Tore durch individuelle Fehler.

Basel verliert zwei Tabellenplätze

Die Gäste drosselten in der zweiten Halbzeit das Tempo, blieben bei ihren Angriffen aber effizient und schossen sogar zwei Tore in Unterzahl. Basel konnte in der Endphase den Vorsprung noch einmal etwas verkürzen, gelangte aber nicht mehr in Reichweite der Zürcherinnen. Die 21:28-Niederlage befördert Regio statt an die Tabellenspitze (mit einem Spiel mehr) zwei Plätze nach unten und kostet sie das positive Torverhältnis. «In dreien unserer vier Spiele haben wir keine gute Leistung gezeigt und es sind schon wieder zahlreiche Spielerinnen verletzt», bilanziert Thomas Mathys. «Wir haben bereits viele Sorgen.»