Bis sich die Fans über den Sieg freuen konnten, musste einiges an Ärger zerflossen werden. Die Sharks führten nach einem Drittel 4:0, weil neben dem Paradesturm auch die zweite Linie um Rossi glänzte und die Emmentaler Käse spielten.

Zitterpartie in der St.-Jakob-Arena

Die SCL Tigers kämpften sich jedoch ins NLB-Spiel zurück und glichen in der 56. Minute zum 5:5 aus. Mit einem Zufallstor Kyle Greentrees drei Minuten später, der alleine vor der Langnauer Abwehr und mit dem Rücken zum Tor den Puck über die Linie stocherte, wendeten die Basler das Spiel aber noch zu ihren Gunsten.

Rossi, der zu Spielmitte seinen ersten seinen ersten Nationalliga-Hattrick komplettierte, traf mit der Schlusssirene mit einem Schuss ins leere Tor gar zum vierten Mal, womit der 22-jährige Center zum gefeierten Held wurde.

Zweiter Sieg gegen den SCL

Es war bereits der zweite Saisonsieg gegen den Absteiger aus der NLA, der sich in der NLB trotz Ambitionen nicht von der Konkurrenz zu differenzieren vermag. Vor allem dass der Paradesturm 68 Strafminuten sammelte, müsste ihrem Trainer zu denken geben. Zu spüren bekamen dies vor allem die Basler Top-Stürmer. Die beiden Kanadier Greentree und Brandon Buck wurden von Beginn an heftig attackieren. Die Rechnung ging jedoch nicht auf. Aus drei Powerplays machten die Basler zwei Tore und führten nach 20 Minuten 4:0.

Buck eröffnet Torreigen

Buck traf schon nach vier Minuten, dann folgten innert 20 Sekunden Tore von Rossi und Greentree. Vieles, was in den letzten Spielen nicht zu klappen schien, funktionierte nun. Die Pässe vors Tor waren genau und deren Abnehmer standen oft goldrichtig auch für Abpraller. Wie etwa Rossi, der bei seinem ersten Treffer einen solchen ausnutzte und beim 4:0 kurz vor der Drittelspause vom Pass des sich im Fallen befindenden Pascal Wittwers profitieren konnte.

Rossi mit drittem Treffer

Die Emmentaler verspürten zwar im Mitteldrittel etwas Aufwind, doch Rossis dritter Treffer zur zwischenzeitlichen 5:1-Führung gab den Sharks falsche Sicherheit. Die SCL Tigers bemühten sich im Schlussdrittel redlich und hatten nun auch vermehrt das Glück auf ihrer Seite. So schien Sandro Moggi mit einer unnötigen Attacke gegen den EHC-Torhüter Urban Leimbacher sein Teams aus dem Spiel zu nehmen, bezwang Leimbacher aber nach der Rückkehr von der Strafbank mit einem leicht abgewehrten Schuss zum 5:5.

Nur eine Minute später hatten die Langnauer gar die erstmalige Führung auf dem Stock, doch dann rettete Greentree mit seinem kaum mehr erwarteten Siegestreffer den Abend.