Eishockey
Basel scheitert in der ersten Qualifikationsrunde zum Schweizer Cup an Brandis

Vier Minuten fehlten für ein Weiterkommen. Am Schluss verliert der EHC Basel gegen den EHC Brandis mit 2:3.

Reto Büchler
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Pech für Basel: Timothé Tuffets Führungstreffer genügte nicht, um den Sieg aus Brandis davonzutragen.

Pech für Basel: Timothé Tuffets Führungstreffer genügte nicht, um den Sieg aus Brandis davonzutragen.

Uwe Zinke

Für die erste Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup hat der EHC Basel mit dem EHC Brandis ein schwieriges Los gezogen. Gegen den Tabellenführer der 1. Liga Gruppe Zentral verlor man vor Wochenfrist in der Meisterschaft knapp mit 4:5. Dementsprechend war die Basler Mannschaft gewillt, Revanche zu nehmen. Diese Aufgabe musste weiterhin ohne die verletzten Flavio Cola und Martin Wüthrich in Angriff genommen werden. Wüthrich wird aufgrund seines Bänderriss am Fuss rund einen Monat ausfallen.

Beide Mannschaften versuchten die Räume eng zu machen und den Gegner bereits früh am Spielaufbau zu hindern. Damit neutralisierte man sich weitgehend und klare Möglichkeiten waren in den ersten zwei Dritteln Mangelware. Gefährlich wurde es vor den beiden Torhütern jeweils, wenn schnell umgeschaltet wurde.

Vor Kaufmann Insbesondere dann, wenn die Angriffe über Voegelin oder Pfennich vorgetragen wurden. Vor Osterwalder aber auch in der Situation, wenn ein gegnerischer Spieler mit einem Quer- oder Rückpass in idealer Schussposition frei angespielt werden konnte, was zu oft passierte. Dem Emmentaler Sven Nägeli war es dann vorbehalten das erste Tor der Partie zu schiessen. Er konnte sich am rechten Flügel durchsetzten und den Puck gekonnt ins Netz lupfen.

Im Schlussdrittel war nun Basel gefordert. Schnellmann hatte nach wenigen Sekunden eine erste Möglichkeit. Dann hatte Brandis eine «Hundertprozentige». Der auch an diesem Abend formstarke Damian Osterwalder sowie die Verteidiger verhinderten irgendwie die Vorentscheidung. Der darauf folgende Konter führte dann durch einen schönen Sololauf von Cyrill Voegelin zum Ausgleich.

In der Folge waren alle taktischen Fesseln zerschnitten. Beide Mannschaften suchten nun die Entscheidung. Timothé Tuffet gelang dann fünf Minuten vor Schluss der Führungstreffer für seine Farben. Kurz darauf hatte Basel dann riesiges Pech. Ein Fernschuss von Blaser ging hinter dem Basler Tor an das Plexiglas und von dort unglücklich via Rücken von Damian Osterwalder ins Gehäuse. Danach hatten die Berner wieder Oberhand. Eine der Möglichkeiten nutze Dähler 26 Sekunden vor Schluss zum Siegtreffer.

Die zwei Verletzen Basler Center werden derzeit durch die jungen Nachwuchsstürmer Rohrbach und Fritz sehr gut ersetzt. «Wir waren heute über das ganze Spiel auf Augenhöhe mit dem Gegner und haben zum Schluss unglücklich verloren», so Jaromir Fritz. Die Rolle als Center zwischen den ehemaligen NLB-Spielern Tuffet und Voegelin gefällt ihm sehr gut: «Es ist super mit ihnen zu spielen. Ich profitiere sehr viel. Sie geben mir auch jeweils viele Tipps und unterstützen mich.»

Auch der Grund für die zu oft freistehenden Gegner durch Rück- und Querpässe wurde erkannt und bereits angesprochen: «Wir schauen alle zu oft nur auf den scheibenführenden Spieler.» Für Fritz sind jetzt die folgenden zwei Spiele am Samstag, 5. November, 17:30 Uhr in Basel gegen die Argovia Stars und am Dienstag, 8. November, 20:15 Uhr in Burgdorf sehr wichtig: «Wir müssen den Speed und die Körpersprache der letzen zwei Spiele mitnehmen und dann auch abrufen. Wir müssen gewinnen!»

EHC Brandis - EHC Basel/KLH 3:2 (1:0, 0:0, 2:2)

Sportbetriebe Brünnli AG – 185 Zuschauer. - Schiedsrichter: Peter Gäumann; Fankhauser, Cadonau. - Tore: 13. Nägeli (Steiner) 1:0; 47. Voegelin (Osterwalder) 1:1; 55. Tuffet (Gfeller, Fritz) 1:2; 56. Blaser 2:2; 60. Dähler (Malicek, Meyer) 3:2. - Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Basel und 2-mal 2 Minuten gegen Brandis.

Basel: Osterwalder: Maurer, Schnellmann; Gfeller, Fluri; Cederbaum, Asal; Lenz; Spreyermann, Rohrbach, Mombelli; Tuffet, Fritz, Voegelin; Guantario, Müller, Pfennich; Bichsel, Cueni, Zinkl; Trainer: Reto Waldmeier; Ass.- Coach Roger Gerber

Brandis: Kaufmann; Prinz, Schaad; Mosimann, Malicek; Seematter, Liechti; Oberli; Dähler, Buri, P. Meyer; Gurtner, Blaser, Kohler; M. Meyer, Schütz, Inniger; Nägeli, Holzer, Steiner; Trainer: Andreas Beutle.

Bemerkungen: 60. Pfostenschuss Brandis. Torschüsse: 31:26 (11:6; 11:10; 9:10). Basel ohne Gusset, Morand (Pause), Wüthrich, Cola (verletzt)

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