Hätte seine Mannschaft beim Start nicht geschlafen und nach 20 Sekunden Brent Kelly einen Alleingang zur Führung zugestanden oder wäre sie etwas sorgfältiger im Spielaufbau gewesen, als sie in doppelter Überzahl (!) Jeff Campbell den Puck zum erneuten Führungstreffer mit einem weiteren Alleingang servierte, hätte vielleicht mehr herausgeschaut.

Knackpunkt Powerplay

«Der Knackpunkt war das Powerplay. Die 5-gegen-3-Situation wäre der Moment gewesen, um das Spiel zu drehen», so Stecher. Weil sich die Basler zu viele Fehler leisteten, blieb es beim Wunsch. Seit fast zwei Jahren warten die Basler auf ihren ersten Sieg gegen Langenthal. Stattdessen gab es die zehnte Niederlage in Folge gegen die Oberaargauer. Auch mit neuen Trainern an der Bande bei beiden Mannschaften blieb die Serie bestehen. Olivier Horak feierte mit dem SC Langenthal einen Sieg an seiner alten Wirkungsstätte, während der Mini-Höhenflug der Sharks gestoppt wurde.

Bis auf die ersten fünf Minuten, als Langenthal Einbahnhockey zelebrierte, hatten die Basler durchaus ihre Chancen. Eine erste Kontermöglichkeit führte zumindest zu einer Strafe. Nach einem Diagonalpass von Brandon Buck traf Marco Vogt in jenem Powerplay zum Ausgleich. Die Basler konnten nun selbst vermehrt Akzente setzen und einen hart, aber zeitweise undiszipliniert kämpfenden Gegner zu Strafen zwingen. In zwei weiteren Überzahlspielen während des Startdrittels schaute jedoch nicht mehr als ein Lattenschuss Michel Riesens heraus. Im Mitteldrittel kam Langenthals kanadisches Duo gleich zu drei Alleingängen, wobei in der 27. Minute mit Campbells Shorthander das Momentum wechselte.

Basel wie paralysiert

Die Basler waren danach wie paralysiert. Sie bemühten sich zwar redlich, wirkten aber unter dem Druck des Treffenmüssens nervös und gestanden dem Gegner viele Gegenstösse zu. «Wir hatten uns viel vorgenommen», sagte ein sichtlich enttäuschter Torhüter Urban Leimbacher. «Wir haben in den letzten drei Wochen Fortschritte gemacht und haben sie zwei Drittel unter Druck gesetzt. Wir haben aber auch gesehen, dass es sicher Steigerungspotenzial in unserem Hockey gibt.» Stecher hofft beim Auswärtsspiel am Dienstag gegen Ajoie wieder auf Kyle Greentree zählen zu können, der wohl in der zweiten Linie spielen würde. Dagegen droht dem angeschlagenen Riesen früher oder später eine Pause, zumal er derzeit wenig Akzente setzen kann.