Eishockey

Basel Sharks hatten zum Playoff-Auftakt zu viel Respekt

Viel Verkehr vor Basel-Goalie Lorenzo Croce. Marcel Bieri

Viel Verkehr vor Basel-Goalie Lorenzo Croce. Marcel Bieri

Den EHC Basel Sharks ist der Start ins Playoff-Viertelfinale der National League B gegen den SC Langenthal missglückt. Bis zur Spielhälfte hielten die Basler mit, gingen letztlich jedoch 0:6 ein.

Ein Resultat sagt oft mehr als viele Worte. 6:0 stand auf der Anzeigetafel, als sich die Spieler des SC Langenthal gegen die EHC Basel Sharks feiern liessen. Es war ein Auftakt in eine Playoff-Serie, welchen die Basler gerne schnell vergessen würden. Der SCL versuchte von der ersten Minute an zu zeigen, wer der Herr im Haus ist und erspielte sich früh Torchancen und Überzahlmöglichkeiten. 30 Minuten lang hielten die Basler zumindest resultatmässig dagegen. Sie kreierten mit schnellen Angriffen weniger, aber aussichtsreiche Tormöglichkeiten, zeigten sich physisch präsent und machten die Checks fertig.

Gute Chancen waren Mangelware

Die besten Möglichkeiten vergaben Jewgeni Schirjajew, als er dem Torhüter Marc Eichmann fast die Scheibe abnehmen konnte, und der schnelle Flügel Pascal Wittwer, der zweimal mit Sololäufen vor Eichmann scheiterte. Nach 35 Minuten waren die Basler ihre reine Weste los. Plötzlich gingen die Langenthaler 2:0 in Führung und bauten diese im Schlussdrittel zu einem Kantersieg aus.

Mann des Spiels war Yves Müller, dem als Verteidiger ein Tor und ein Assist gelang. Beide Mannschaften hatten lange Mühe, zu guten Chancen zu kommen. Oft benötigte es Abwehrfehler. Wie etwa in der 36. Minute. Der Sharks-Verteidiger Hans Pienitz verlor in der neutralen Zone den Puck an Yanick Bodemann. Dieser drang in die Basler Zone vor und spielte Marco Gruber an, der Lorenzo Croce mit einem gezielten Schuss bezwang.

Dreieinhalb Minuten gelang den Oberaargauern im Powerplay ein schönes Kurzpassspiel, welches Müller nach einem Querpass Stefan Tschannens zur 2:0-Führung abschloss. Kurz nach Wiederanspiel traf der Ex-Basler Alex Chatelain zum 3:0.

Danach nutzten die Langenthaler ein fünfminütiges Überzahlspiel – Schirjajew musste wegen hohen Stockes unter die Dusche – zu drei Weitschuss-Treffern. Entsprechend hingen die Köpfe bei den Baslern tief. Von den Spielern war einzig der Captain Stefan Voegele bereit, mit den Medien zu sprechen.

Zu wenig Emotionen

Dafür sprach der Trainer Dany Gelinas Klartext: «Wir sind noch nicht in den Playoffs angelangt. Das Resultat war zwei Drittel lang knapp, jedoch nur auf der Anzeigetafel, nicht im Spiel. Wir spielten mit zu viel Respekt und zu wenig Emotionen.»

Morgen will der Kanadier im Heimspiel gegen Langenthal einen anderen EHC sehen, möglicherweise mit der Rückkehr der gestern ausgefallenen Tassilo Schwarz und Dan Weisskopf.

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