Basel wusste, dass es gegen Spono wichtig ist, die Startphase einigermassen heil zu überstehen. Das gelang ganz gut, obwohl Lisa Frey in den ersten zehn Minuten nicht zu stoppen war und fast im Alleingang eine knappe Führung (5:3) herausschiessen konnte. Aber es gelang der Basler Defensive immer besser, die mit insgesamt sechs Nationalspielerinnen antretenden Einheimischen zu kontrollieren und nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.

In den folgenden zehn Minuten glich sich das Spiel endgültig aus. Basel bekam zwar Lisa Frey immer noch nicht in Griff, welche nach 20 Minuten bereits 8 ihrer total 11 Tore erzielt hatte. Aber man spielte im Angriff geduldig und ruhig und Romy Bachmann schaffte so nach 20 Minuten den 10:10 – Ausgleich.

Spono Nottwils Trainer Mühlethaler war mit dem Auftritt seiner Mannschaft gar nicht einverstanden und bezog in der 22. Minute (Stand 11:12) bereits sein zweites Timeout, ohne dass sich am Spiel der Einheimischen etwas änderte. Je länger das Spiel ging, desto mehr Probleme hatte Spono mit dem ruhigen, guten Spiel von Basel. Die vom Trainerduo Ernst/Geiser gut eingestellten Baslerinnen bekamen das Spiel mehr und mehr in Griff und mit einer 15:17 – Führung der Gäste ging es in die Pause.

Wiederum war es wichtig, die Startphase in die zweite Halbzeit gut zu überstehen, man wusste, Spono wird alles probieren, die Wende zu schaffen. Aber der Start gelang den Gästen vom Rheinknie hervorragend. Man kann sagen, Basel hatte in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit einen richtigen Lauf, der ihnen bis zur 45. Minute einen 7-Tore-Vorsprung (18:25) eintrug.

Diese deutliche Führung konnte bis zur 53. Minute (22:28) gehalten werden. Dann begannen die Baslerinnen allerdings zu wanken, aber man fiel nicht. Spono wollte sich logischerweise nicht so einfach geschlagen geben. Angefeuert durch ihren Trainer holten sie Tor um Tor auf und Lisa Frey schaffte es 30 Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer zum 27:28 zu realisieren. Basel verpasste es in dieser Phase, durch 1,2 Tore mehr den Einheimischen den endgültigen KO zu verpassen.

Aber der ATV / KV Basel hatte in den letzten 30 Sekunden Ballbesitz und Eliane Estermann war es dann zwei Sekunden vor Schluss vorbehalten, mit dem letzten Tor den Basler Sieg zu sichern. Es war höchste Zeit, dass sich die Mannschaft und die Trainer mit einem Sieg belohnten, nach vielen unglücklichen Niederlagen in den letzten Spielen. Dass das ausgerechnet beim topbesetzten Team auswärts in Nottwil gelang, war eine rundum schöne Sache.