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Basel U21 und Black Stars verlieren trotz guter Leistung, Muttenz punktet

Die FCB U21 verliert den Klassiker gegen Zürich. (Archiv)

Die FCB U21 verliert den Klassiker gegen Zürich. (Archiv)

Während die Black Stars gegen Köniz verzweifeln, verlieren die Junioren des FCB gegen Zürich den Klassiker. In der 1. Liga holt der SV Muttenz gegen den Luzerner Nachwuchs immerhin ein 2:2 Unentschieden.

Nach zwei überzeugenden Siegen in Folge waren die Black Stars im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten aus Köniz erstmals in dieser Promotion-League-Saison Favorit. Allerdings fehlte den Baslern mit Leandro Gaudiano, Robin Adamczyk und Captain Moyo Uruejoma das komplette Mittelfeldzentrum, was man dem Team auch anmerkte. Die Basler waren bemüht und optisch überlegen, konnten ihre spielerische Dominanz aber nicht in Tore umwandeln.

Dass am Ende der Aussenseiter, der sich deutlich besser als erwartet präsentierte, sogar drei Punkte aus dem Buschweilerhof mitnahm, war zwar nicht verdient, passte aber zum glücklosen Auftritt der Sterne an diesem Nachmittag. In der 42. Minute unterlief Kaan Sevinç bei der Ballannahme kurz vor dem eigenen Sechzehner eine technische Unsauberkeit, sodass Fabian Gerber das Spielgerät zum nicht im Offside stehenden Mylord Kasai spitzeln konnte, der die Kugel mit etwas Glück an Goalie Steven Oberle vorbei brachte.

«Die Könizer sind relativ einfach zum Sieg gekommen», ärgerte sich Samir Tabakovic. Der Black-Stars-Trainer wollte sich nicht darüber beklagen, dass seinem Team das «Herz» im Zentrum gefehlt hatte,
sondern ärgerte sich über die ausgelassenen Chancen. «Da war nicht genug Qualität in unseren Aktionen, denn am Ende lügt das Resultat nicht.»

Sieben Tore und Spektakel im kleinen Klassiker

Deutlich mehr Spektakel und Tore gab es bei der Partie zwischen den U21-Mannschaften des FC Basel und des FC Zürich, die mit 4:3 an die effizienteren Gäste ging. «Schade! Zwei individuelle Fehler und zwei Gegentore nach Eckbällen haben uns den Sieg gekostet», seufzte Matthias Kohler. Für den Auftritt seiner Mannschaft hatte der Basler Trainer ansonsten aber nur Komplimente übrig. Bereits in der ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte er «nicht gesehen, dass die Zürcher fünf oder sechs Pässe am Stück spielen konnten».

Nach dem Seitenwechsel waren es dann die Rotblauen, welche die Partie vollends dominierten. Praktisch jeder Offensivspieler hatte die Möglichkeit, aus guter Position einen Treffer zu erzielen. Was Presley Pululu (50.), Lirik Vishi (58., 60.) und Daniele Vesco (62., 73.) nicht schafften, gelang schliesslich Leonardo Gubinelli, der in der 63. Minute nach einem Pfostenschuss nicht abschaltete und den Ball nach einem gescheiterten Befreiungsversuch der Zürcher zum zwischenzeitlichen 2:2 über die Linie drückte. Weil die Rotblauen aus ihren Chancen zu wenig machten, setzte es am Ende aber die vierte Niederlage in Folge ab.

Highlight dieses unterhaltsamen Spiels aus Basler Sicht war Vishis 1:2-Anschlusstreffer kurz vor der Pause gewesen. Der rechte Flügel zog nach innen und traf aus 20 Metern flach mit seinem schwächeren linken Fuss. «Wir bilden hier fürs Joggeli aus. Und für solche Aktionen gehen die Leute doch ins Stadion», schwärmte Trainer Kohler. Er hofft, nächstes Wochenende bei Schlusslicht Münsingen die Niederlagenserie zu stoppen: «Das wird wie ein Cupspiel. Nur wenn wir mit der richtigen Mentalität in die Partie gehen, werden wir uns durchsetzen.»

Der SV Muttenz macht den Arjen Robben

Ebenfalls einen guten Auftritt zeigte der SV Muttenz gegen die U21 des FC Luzern. Das 2:2 gegen die Zentralschweizer war gerecht, denn jedes Team hatte eine Halbzeit dominiert. Den Baselbietern gehörte die erste Hälfte. Bersan Gökpinar hatte das Heimteam mit einem Tor
à la Arjen Robben in Führung gebracht (10.). Topskorer Srdan Sudar nutzte die Abstimmungsprobleme im Luzerner Abwehrzentrum und doppelte in der  26. Minute per Lupfer nach.

Im zweiten Umgang steigerten sich die Gäste aber deutlich und kamen schnell zum Anschlusstreffer. SVM-Goalie Emre Sahin ging gegen Ardi Molliqaj zu ungestüm zu Werke und verursachte einen Penalty, den Lino Lang souverän verwertete (50.). In der Folge war es dann aber Sahin, der seine Farben mit mehreren guten Paraden im Spiel hielt. Erst in der 92. Minute, als Molliqaj nach einer Hereingabe hinter die Abwehrkette frei zum Abschluss kam, war Sahin machtlos.

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