1. Liga Eishockey
Basel vergibt vorzeitige Halbfinal-Qualifikation in letzter Sekunde

Der EHC Basel/KLH verliert die dritte Partie gegen Brandis mit 1:2 und verpasst den vorzeitigen Einzug in die Playoff-Halbfinals.

Hans Peter Schläfli
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Hart umkämpft: Basler und Brandis schenkten sich nichts.

Hart umkämpft: Basler und Brandis schenkten sich nichts.

Hans Peter Schläfli

Das Resultat täuscht ein wenig: Es gab zwar wenig Tore im dritten Playoff-Viertelfinal (best of 5), aber packende Torszenen gab es viele. Und Brandis ging nicht unverdient in Führung. Die Emmentaler zeigten gleich von der ersten Minute an, dass sie noch nicht genug Eishockey gespielt haben. Im ersten Drittel waren sie die gefährlichere Mannschaft mit mehr Torschüssen.

Wie in der NHL

Im Mitteldrittel änderte sich nichts am offenen Schlagabtausch. Da wäre Basel beinahe ein Shorthander gelungen und im Gegenzug musste Goalie Benjamin Hohlbaum mit einer Glanztat seine Basler im Spiel halten. In der 30. Minute reklamierte Brandis bei einem Riesengetümmel vor dem Basler Kasten, der Puck sei im Tor gewesen. Aber Headschiedsrichter Sébastien Derada zeigte konsequent an, dass der Puck nicht drin war.

Zwischendurch ging es auch einmal zu wie in der NHL. So knöpfte sich David Malicek den Emmentaler Janick Holzer vor, als dieser im Torraum zu heftig zur Sache gehen wollte. Ohne Helm und ohne Handschuhe trugen die beiden den Zweikampf aus. Insgesamt war aber das Spiel trotz des grossen Einsatzes sehr fair.

Lucky Punch ganz zum Schluss

Einen Unterschied zu den letzten Partien gab es aber schon. Als Basel zu Beginn des Schlussdrittels der Ausgleich gelang, brach Brandis für einmal nicht ein. Im Gegenteil: Der Gegner zeigte Willen und Selbstbewusstsein und gab diesen Playoff-Serie noch nicht auf. Der offene Schlagabtausch ging unvermittelt weiter. Chancen auf beiden Seiten waren zum Lucky Punch da, aber schliesslich war es Brandis, das mit Matchwinner Bieri 15 Sekunden vor Schluss das 2:1 erzielte.

„Zeit zu reagieren blieb da keine. Aber wer gedacht hatte, dass das gegen Brandis ein Spaziergang wird, der lag völlig falsch“, sagte am Ende Trainer Peter Salmik. Seine Mannschaft habe aber nicht alles falsch gemacht. Spielerisch sei das durchaus in Ordnung gewesen. „Und auch der Einsatz stimmte, aber in der wirklich gefährlichen Zone, zentral vor dem Tor, da waren wir zu wenig präsent.“

Brandis – Basel KLH 2:1

KEB Brünnli, Hasle-Rüegsau. - 339 Zuschauer. - SR Derada; Schober, Bichsel.

Tore: 12. Bieri (Gasser, Joss) 1:0. 44. Di Biase (Hunziker, Stalder) 1:1. 60. Bieri (Keller, Gasser) 2:1.

Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Brandis, 7-mal 2 Minuten gegen Basel KLH.

Brandis: Gasser; Reinhard, Oberli; Mosimann, Seematter; Wüthrich, Gasser; Soltermann, Keller, Bieri; Zurflüh, Joss, Witschi; Holzer, Steiner, Nägeli; Studer, Gurtner, Hain.

Basel KLH: Hohlbaum; Mäder, Curle; Malicek, Frunz; M. Lenz, G. Lenz; Asal; Dintheer, Stalder, Gfeller; Schnellmann, Frehner, Steiner; Morand, Zinkl, Hunziker; Di Biase; Keller, Guantario; Meyer.