Am 12. Oktober 2002 besiegte der EHC Basel in seinem ersten Spiel in der neu gebauten St.Jakob Arena vor 6330 Zuschauer den EHC Olten mit 4:0. Zuvor war die Basler Kunsteisbahn Margarethen die Heimstätte einer ersten Mannschaft des 1932 gegründeten EHC Basel. Über 17 Jahre später fand nun anlässlich des 85. Geburtsjahr des Vereins ein als «Revival Game» beworbenes Meisterschaftsspiel gegen den HC Düdingen auf der altehrwürdigen «Kunschti» statt.

Viele ehemalige Spieler des EHC Basel wie René Nebel, Bobby Kleiner, Edy Zeller, Mike Speidel, Tino Cotti, Urs Schaub  oder Urs Dieter Jud  folgten der Einladung und wurden vor dem Spiel geehrt.

Ein spezielles Spiel war es auch für Timothé Tuffet, den bisherigen Topscorer des HC Neuchâtel. Er wurde am Donnerstag sozusagen wiederverpflichtet, nachdem sich Spieler und Verein  vor der Saison nicht für eine Vetragsverlängerung einig wurde. Eine Win-win Situation für beide Seiten. Bei Basel kann man einen zusätzlichen Punktesammler aktuell mehr denn je gebrauchen und auch auf den im nahen Jura  wohnhaften Tuffet dürften nun auch weniger Reisestrapazen zukommen.

Unterstützt durch das zahlreiche gut gelaunte Publikum startete Basel euphorisch in die Partie. Als die Gäste ihre erste Torchance hatten, stand es bereits 2:0 für das Heimteam. Leandro Gfeller im Powerplay von der blauen Linie sowie Timothé Tuffet aus kurzer Distanz trafen. Düdingen kam nach ihrem früh genommenen Timeout etwas besser ins Spiel. Trotzdem verpasste Basel in der Folge ein drittes Tor zu schiessen.

Kehrtwende nach 26 Minuten 

Die Kehrtwende des Spiels folgte nach 26 Minuten, wo Schiedsrichter Michael Rohrer  Einfluss hatte. Zunächst ahndete er gegen Osterwalder und Brügger zwei Strafen, wo zumindest die gegen Brügger  nicht jeder Schiedsrichter pfeiffen würde. Prompt nützte Abplanalp mit seinem ersten von drei Toren an diesem Abend die doppelte Überzahl zum Anschlusstreffer. Die wohl spielentscheinde Szene folgte im Anschluss, als ein klares Vergehen an Flavio Cola zum Entsetzen der Zuschauer übersehen wurde.

Der Gegenangriff führte zum 2:2. Basel war dann so von der Rolle, dass nur Sekunden später Abdanalp erstmals die Führung für Düdingen erzielte. Im Schlussdrittel versuchte der EHC nochmals alles. Der sehr gute Torhüter Fabian Zaugg wehrte aber nochmals 17 von 18 Schüsse ab. In der Offensive zeigten sich die Gäste dann auch noch sehr effizient und erzielten aus 5 Torschüssen noch 3 Tore. Mit Joël Sassi (5 Assists) und Sandro Abplanalp (3 Tore, 1 Assist) sowie Torhüter Zaugg hatten die Düdinger heute drei Akteure in Ihren Reihen, die heute den Unterschied ausmachten.

Für Leandro Gfeller ist es «extrem auffällig, dass wir Auseinanderfallen, wenn wir ein Tor erhalten. Gerade nach den drei Gegentoren muss man aufstehen und weitermachen.  Aber irgendwie finden wir dann keinen Anschluss mehr, was sehr bedenklich ist.

Wir haben innerhalb der Mannschaft schon stundenlang distutiert, Es klemmt einfach irgendwo. Wir müssen uns jetzt zurückbesinnen auf die einfachen Sachen. Es geht nicht anders. Vielleicht tun jetzt die freien Tage gut, dass der eine oder andere Spieler mal einige Tage für sich hat, auch um den Kopf durchzulüften.»

Zwischen Weihnachten und Neujahr wird trainiert 

Headcoach Michael Eppler war mit dem Start in die Partie zufrieden: « Wir sind gut ins Spiel gestartet. Es ist so gelaufen wie vorgesehen. Dann haben wir uns fest  vorgenommen, das dritte Tor zu suchen. Nach dem 1:2 sind wir jedoch wieder ins negative Fahrwasser gefallen, haben den Gameplan verlassen und sind nicht mehr fokussiert gewesen.»

Obwohl das nächste Spiel erst wieder am Samstag, 6. Januar um 20:15 Uhr zu Hause gegen Neuchâtel stattfindet, wird nun zwischen Weihnachten und Neujahr trainiert: « Hätten wir die letzten zwei Spiele gewonnen, hätten die Spieler eine Woche frei.  Auch heute war der Wille zwar da, es fehlen aber grundlegende Sachen. Wir können uns daher nicht erlauben, nicht zu trainieren.», so Eppler