Rollhockey
Basel weiht die neue Heimstätte mit einem 8:3-Kantersieg ein

Obwohl die Basler bereits als NLA-Aufsteiger feststehen und Gegner Uttigen den Ligaerhalt gesichert hat, sahen die Zuschauer eine engagierte Partie. In der neuen Rollsporthalle liess der Gastgeber vor 120 Zuschauern nichts anbrennen.

Georges Küng
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Effektiv: Basels Tobias Mohr ( vorne) steuerte drei Treffer zum Sieg bei. NIZ

Effektiv: Basels Tobias Mohr ( vorne) steuerte drei Treffer zum Sieg bei. NIZ

Nicole Nars-Zimmer niz

Vor über zehn Jahren wurde letztmals in Basel eine Rollhockey-Partie ausgetragen. Ab sofort wird diese dynamische Sportart fix am Rheinknie gespielt. Der RHC Basel gestaltete seine Heim-Premiere nämlich erfolgreich – und die Spieler sind ob der Spielstätte mit Parkettboden begeistert. «Es hat sehr viel Spass gemacht, auf Parkett zu spielen und gleich souverän zu gewinnen», sagten unisono Roberto Santero und Ignacio Sariego, die beiden Spanier in Basler Diensten. Sportlich war das Duell zwischen Basel, dem souveränen Nationalliga-B-Meister und Uttigen, dem Tabellenneunten aus der Nationalliga A, bedeutungslos. Beide Teams hatten bereits vor Anpfiff den Ligaerhalt (Uttigen) und Aufstieg (Basel) geschafft.

Wohl konnten die Berner die schnelle RHC-Führung durch Andreas Paczia und Spielertrainer Tobias Mohr egalisieren. Und auch zu Beginn der zweiten 25 Minuten gelang dem Gast der Anschlusstreffer zum 3:4. Doch mit dem fünften Basler Tor, das Mohr mit einem Kabinettstücklein erzielte, war der Faden bei Uttigen endgültig gerissen. Und innert Minuten schraubte Basel, das derzeit mit dem Solothurner Florian Kläui einen Schweizer Spieler in Reihen hat (die restlichen Kaderspieler sind Deutsche), das Skore auf ein 8:3 hoch. Den Schlusspunkt setzt Jan Velte, die 37-jährige Ikone des Deutschen Rollhockeys, welcher in dieser Auf-/Abstiegspoule die erhoffte Verstärkung für die Mohr-Equipe war.

Jürg Ottmann, der ehemalige Schweizer Nationaltorhüter und momentaner Coach der Basler, war mit dem ersten Auftritt in der Rollsporthalle sehr zufrieden. «Bei uns kamen alle Akteure zum Einsatz. Wir haben uns für die 2:4-Niederlage in Uttigen und das bittere Cup-Out gegen sie revanchieren können. Ich hoffe, dass der Rollhockey in Basel wieder Fuss fassen kann», sagt Ottmann.

Im Publikum, das sich grösstenteils aus Friedlingern zusammensetzte, entdeckte man auch Christian Kern. Die frühere Basler Rollhockey-Legende und einer der besten Schweizer Rollhockeyaner aller Zeiten, sah sich erstmals wieder seit gut einem Jahrzehnt ein Spiel auf seiner einstigen «Bahn» an. Auch der Goalgetter hofft, dass «inskünftig eine Traditionssportart die angebliche Sportstadt Basel bereichert», so der frühere CEO von Basel United.

Am nächsten Samstag folgt bereits der zweite RHC-Auftritt gegen Dornbirn. Dann sollte auch Roger Ehrler, Klubpräsident und «Mister Rollhockey», der diesen Umzug von Friedlingen nach Basel ermöglicht hat, vor Ort sein.

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