An den Elite-Schweizermeisterschaften in Muttenz realisierte der erst 17-jährige Elia Schmid den grossen Coup und holte überraschend Gold für Rio-Star Muttenz. Der aus Meiringen stammende Nachwuchsathlet setzte sich im Final mit 4:2 gegen seinen nur 24 Jahre älteren NLA-Teamkollegen Lionel Weber durch. «Mein Ziel im Einzel war eine Medaille, mit dem Titel habe ich nur etwas geliebäugelt», sagte Schmid nach seinem Triumph.

Dabei hatte er eine schwierige Auslosung erwischt und musste auf dem Weg zu seinem bisher grössten Erfolg namhafte Gegner bezwingen. So machte Schmid im Viertelfinal gegen Titelverteidiger Samy Zmirou einen 1:3-Rückstand wett, bevor er im Halbfinal Christian Hotz besiegte. Dieser hatte im vergangenen Jahr für Schmid Endstation bedeutet.

Hotz hatte nur Lob für Schmid übrig: «Elia hat in Muttenz eine herausragende SM gespielt. Sein Wille und Ballgefühl sind beeindruckend.» Auch Finalgegner Lionel Weber zollte Schmid Respekt: «Natürlich bin ich enttäuscht. Elia war aber heute besser und hat verdient gewonnen.» Weber hatte den Final nach einem eher unerwarteten Sieg gegen die aktuelle Nummer 1 der Schweiz, Nicola Mohler aus Oberwil, erreicht. Auch er war von dem, was die beiden Finalisten im Turnierverlauf zeigten beeindruckt: «Was Elia und Lionel hier gezeigt haben, ist stark.»

Doppel-Titel für Weber

Lionel Weber konnte sich aber mit dem Titel im Doppel trösten, der er zusammen mit Mohler gewann. Mohler holte sich zudem zusammen micht Rachel Moret den Titel im Mixed.

Eine weitere Muttenzer Spielerin war für einen schönen Erfolg bei den Damen besorgt. Die 20-jährige Rijana Zumbrunnen eliminierte im Achtelfinal die mehrfache Schweizermeisterin Vera Bazzi. «Ich blieb geduldig; das war der Schlüssel zum Erfolg», so Zumbrunnen. Die Münchensteinerin schied danach gegen Titelverteidigerin und Profispielerin Rahel Aschwanden aus. «Gegen sie fehlt mir noch die Konstanz, um mehrere Sätze lang auf hohem Niveau zu spielen.»

Der Bubendorfer Thilo Vorherr, der vor einem Jahr mit dem Sieg im Doppel für Aufsehen sorgte, verpasste mit einem neuen Partner einen Medaillengewinn knapp. Im Einzel musste sich Vorherr trotz einer guten Leistung im Achtelfinal Nicola Mohler beugen.