Head Coach Gisela Knijff-Imark und Co-Trainer Damian Broch (beide Laufen/BL) haben am Abschlusstraining der Special Olympic Frauen-Fussballnationalmannschaft in Liestal festgestellt, dass ihre Equipe für die European Summer Games vom 9. bis 21. September in Antwerpen/Be bereit ist. Im Norden Belgiens soll jedoch nicht der verbissene Kampf im Vordergrund stehen, sondern das Mitmachen, die Freude sowie die Begeisterung.

Der Olympischer Gedanke zählt

Seit über einem Jahr formt Cheftrainerin Knijff-Imark ein Team, das letztlich an diesen «Europameisterschaften» bestehen kann. Allerdings nicht im harten, bedingungslosen Kampf, sondern ganz im Sinne des olympischen Gedankens. «Das Mitmachen steht klar im Zentrum», sagt die Nati-Trainerin. «Meine Frauen werden primär ihre Begeisterung zum Fussballsport zum Ausdruck bringen», blickt sie auf Mitte des kommenden Monats. «Wenn sie gewinnen, ist das natürlich auch gut und die gesamte Equipe freut sich in einem solchen Fall natürlich auch».

Mit Leib und Seele dabei

Fussballsport ist für die Nati-Mitglieder von Special Olympics keine Spassbremse. Im Gegenteil. Sie sind mit Leib und Seele dabei, so auch beim Abschlusstraining auf dem Kunstrasen der Sportanlage Gitterli. «Ich bewege mich halt gerne», begründet die Baslerin Nadine Kohler ihr Mitmachen im Team von Knjiff-Imark und Broch. «Es gefällt mir sehr hier, denn in einer normalen Mannschaft käme ich konditionell nicht mit». Die Spielerin Catherine Meyer aus Frenkendorf liebt den Fussballsport über alles. «Ich bin fasziniert, hier mitspielen zu dürfen». Überhaupt: Die Spielerinnen aus weiten Teilen der Deutschschweiz leben zurzeit nur für Antwerpen. «Und das fast Tag und Nacht», sagen sie.

Im Abschlusstraining war ein Testspiel gegen das «Dream Team» der Basler Old Boys integriert. Das von vielen Emotionen getragene Spiel endete schliesslich 8:4 für die Nati, die gleichzeitig dokumentierte, dass die regelmässigen Zusammenzüge während des vergangenen Jahres Erfolg gebracht haben. Dennoch: Knijff-Imark hielt den Ball flach. «Zu was wir letztlich an den EM fähig sein werden, weiss auch ich nicht. Ich darf aber festhalten, dass wir sicher mit Begeisterung, Freude, vollstem Einsatz und vor allem Spass um die Medaillen spielen werden».

Bestmögliche Vorbereitung

«Die Motivation ist bereits jetzt mehr als nur spürbar. Ich kann sie fast greifen» verdeutlichte Knijff-Imark am Ende des Tages die aktuelle Situation gut zwei Wochen vor den Spielen in Belgien, an denen 2000 Athleten und rund 1000 Coaches, darunter die 50-köpfige Schweizer Delegation, teilnehmen werden. Diese ist bestmöglichst vorbereitet und sie hat die Voraussetzungen, dank ihrer körperlichen Fitness und ihrer Emotionen Grosses zu vollbringen. Auch im Hinblick auf 2015. Dann finden in Los Angeles /USA die World Games statt.