Vor der Testspiel-Bilanz nimmt Assistenz-Trainer Jörg Schaffner gleich vorweg: «Es war uns allen eine grosse Lehre.» Denn die Bilanz ist eindeutig. Sieben Spiele, sieben Niederlagen. Manchmal deutlich, manchmal knapp. Die positivsten Ansätze sah Schaffner im vierten Spiel gegen 1..-Ligist Winterthur Anfang September, das nur knapp mit 3:4 in der Verlängerung verloren ging. «Aber klar, es schlägt auf die Moral, wenn man in keinem Vorbereitungsspiel ein Erfolgserlebnis einfahren kann».

Eine Mannschaft mitten im Umbruch

Damit wird der 1.-Liga-Auftakt am Samstag um 18 Uhr auf der KEB St. Margrethen gegen Wiki-Münsingen zu einem Charaktertest. Unter dem neuen Trainer Peter Salmik und einem fast rundum erneuerten Kader steht und stand die Mannschaft vor dem Umbruch. Einerseits brachte der neue deutsche Chefcoach, als Nachfolger von Dominik Schär, eine komplett neue Mentalität ins Team. «So wie die Deutschen eben manchmal sind», sagt Schaffner schmunzelnd. Zum anderen haben diverse Routiniers, darunter Marc-Olivier Zwicky und Karl Rieder, den Verein aus privaten oder beruflichen Gründen verlassen. Im Gegenzug hat das Regio-Team einige Elite-Junioren integriert. «Die Mannschaft ist als Kollektiv stärker geworden. Denn die Verantwortung liegt nicht mehr nur auf einzelnen Spielern», weiss Schaffner, der wegen seiner jahrzehntelangen Verdienste Ehrenmitglied des Vereins ist.

Von Zunzgen-Sissach profitiert

Ein Grossteil der Zuzüge erhalten die Basler aus der Region. Wegen des Rückzugs von Zunzgen-Sissach wechselten auf diese Saison hin fast zehn Spieler vom Baselbiet ans Rheinknie. «Es ist schade, was mit Sissach passiert ist, wir hatten immer ein freundschaftliches Verhältnis untereinander», sagt Schaffner. Jetzt möchte der einzige regionale 1.-Ligist den Akteuren – viele spielten bereits im Nachwuchs für Basel/KLH – eine Plattform bieten. «Aber auch sie müssen sich neu beweisen. Der Konkurrenzkampf wird in dieser Saison enorm.»

Testspiele hin oder her, die Ambition der 2. Mannschaft der Basel Sharks sind gross. «Auch wenn es überheblich klingt», blickt Schaffner voraus, «wollen wir wenn möglich in die Top 5, was uns direkt in die Playoffs bringen würde. Denn die Liga hat gezeigt, dass jeder jeden schlagen kann. Wir wollen dabei zum Spielverderber für die Favoriten werden.»