Eishockey
Basels Remo Hunziker befindet sich auf dem Weg zum NLB-Spieler

Mit zwei Niederlagen hatte der EHC Basel keine gute Woche und will nun im heutigen Heimspiel (20.00 Uhr) gegen die GCK Lions für Wiedergutmachung sorgen. Zum heimlichen Helden hat sich zuletzt der Baselbieter Remo Hunziker entwickelt.

Martin Merk
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Remo Hunziker in Aktion. (Archivbild)

Remo Hunziker in Aktion. (Archivbild)

Uwe Zinke/Archiv

Nicht schlecht staunten die Fans letzte Woche, als ein vergleichsweise schmächtig wirkender Stürmer mit der Nummer 7 am rechten Flügel der zweiten Linie spielte. Remo Hunziker heisst der junge Mann, der zuvor höchstens Ergänzungsspieler gewesen war.

Nun erhielt er von Trainer Dino Stecher eine Bewährungschance und erzielte bei der 5:6-Heimniederlage nach Penaltyschiessen gegen Visp gar seinen ersten NLB-Treffer.

«Es war schon gut und ich spürte es wurde Zeit. Lieber hätte ich jedoch einen Sieg gefeiert», sagt Hunziker. Trotz seines Tors im Schlussdrittel glich Visp mit drei Toren innerhalb von sechs Minuten noch aus und setzte sich im Penaltyschiessen durch.

Bereits weit gereist

Der 21-jährige Stürmer gehörte bis 2008 dem Basler Nachwuchs an, spielte daraufhin zwei Saisons Junioren-Eishockey beim HC Davos sowie je ein Jahr in Hartford (USA) und Biel.

Mit 167 cm und 61 kg gehört er zu den Leichtgewichten im Profi-Eishockey. Als Nachteil sieht er das nicht und will dafür mit Wendigkeit punkten. «Ich war halt schon immer ein Kleiner», so Hunziker, «da gewöhnt man sich dran und lernt, wie man sich gegen die Grossen verhalten muss.»

2012 kehrte Hunziker in seine Heimat zurück, begann in Pratteln eine kaufmännische Lehre und schloss sich dem Regio-Team in der 1. Liga an. In 34 Spielen erzielte er 17 Tore und gab 33 Assists und wurde für 5 NLB-Spiele raufgeholt.

«Das Geschäft ist sehr entgegenkommend. Ich erhalte die Zeit, die ich fürs Training brauche, und das schätze ich sehr», sagt Hunziker.

Bereits neun Einsätze in der NLB

Auch diese Saison kommt Hunziker phasenweise in der NLB zum Einsatz. Am Samstag auswärts gegen Olten bestritt er sein neuntes Saisonspiel für die Sharks. «Es läuft mir hier und auch in der 1. Liga. Ich hatte zwei gute Spiele, auch wenn wir leider verloren», so Hunziker.»

Vom Trainer gab es Komplimente. Vor allem mit Hunzikers Spiel am Dienstag war Stecher zufrieden. «Er muss sich jedoch entscheiden, wo er spielen will», sagt Stecher, der nicht glaubt, dass Hunziker auf die Dauer zwei Mannschaften angehören kann.

Einsatz im heutigen Spiel unsicher

Ob Hunziker heute erneut mit Cyrille Scherwey und Matthias Rossi die zweite Sturmreihe bilden wird, ist fraglich. Weil am Samstag vorne wenig lief und Michel Riesens Comeback nach sieben Wochen Verletzungspause geplant ist, denkt Stecher über Umstellungen nach.