Tennis
Basels Team-Captain Jessica Anner: «Ein Aufstieg ist nicht das Ziel»

Die NLC-Frauen vom Basler LTC treffen in der 1. Runde der Aufstiegsspiele zu Hause auf Münsingen. Eine machbare Aufgabe. Die Partie um den Einzug in die nächste Runde findet am kommenden Samstag statt.

Jonas Burch
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Team-Captain Jessica Anner.Archiv

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Robert Varadi

Jessica Anner: Wir wussten, dass wir den Ausgang der Saison in den eigenen Händen hatten. Uns fehlten zwei Punkte für die definitive Qualifikation für die Aufstiegsspiele. Am Ende haben wir die Partie sogar mit 4:3 gewonnen. Umso besser.

Natürlich profitieren wir vom Können von Anaïs. Weil ihre Grosseltern hier in Basel wohnen, macht sie derzeit einen halbjährigen Schulaustausch. Ich denke aber, dass wir, obwohl sie zweifellos eine Verstärkung ist, dennoch die Aufstiegsrunde erreicht hätten.

Bei uns stimmt der Teamgeist. Diese Mischung aus gesundem, sportlichem Ehrgeiz und dem nötigen Spass. Es gibt keinen Erfolgsdruck, das hilft vor allem den jungen Spielerinnen, die sich manchmal zu sehr unter Druck setzen und auf keinen Fall verlieren wollen. Ausserdem hätte ich ohne Anaïs unsere Setz-Taktik umgestellt, was nicht zwingend ein Nachteil gewesen wäre.

Ehrlich gesagt, habe ich mich noch gar nicht wirklich mit dem Gegner befasst. Aber klar, wir sehen uns nicht als Aussenseiter. Mit dem Heimvorteil im Rücken liegt sicher die nächste Runde drin.

Nein. Ein Aufstieg zurück in die NLB ist nach wie vor nicht unser primäre Ziel. Dafür fehlen uns die Ressourcen und die Kapazitäten. Das haben wir ja in der letzten Saison schon gespürt. Der Unterschied zwischen NLB und NLC ist vom Aufwand her enorm.

Dann müssten wir die ganze Lage nochmals neu bewerten. Komplett ausschliessen wollen wir dieses Thema nicht. Aber wie gesagt, wir streben keinen Aufstieg an. Aus irgendeinem Grund sind wir ja freiwillig in die NLC.