Eine dankbare Aufgabe war es allemal, die Dardania an diesem Wochenende in der Meisterschaft zu erledigen hatte. Bei Schlusslicht Italia Club Oberwil gewann der albanisch stämmige Club gleich mit 8:0.

«Ich habe praktisch die zweite Garde aufgestellt und einige Spieler für das Cupspiel geschont», erklärt Trainer Enver Hajdari gelassen. Sowieso macht der bald 39-jährige Hajdari einen entspannten Eindruck, wenn es um seine Arbeit beim Verein sowie um die Saisonziele geht: «Falls es mit dem Aufstieg nicht klappt, geht die Welt nicht unter.»

Gleichauf mit Chipperfields Aesch

Dardania liegt momentan an der Spitze der 3. Liga Gruppe 2 gleichauf mit Scott Chipperfields Aesch, hat aber das bessere Torverhältnis, die direkte Begegnung gewonnen und vor allem die beste Fair-Play-Wertung der Liga.

Der ehemalige 1.-Liga-Spieler von Concordia betont aber, dass der Aufstieg schon das Ziel sei, genauso wie der Sieg des Basler Cups, denn «wenn wir schon so weit sind und drei Zweitligisten geschlagen haben, ist alles möglich».

Ex-FCB-Spieler als Spiko-Präsident

Hajdari spielte in seiner Karriere nebst Congeli unter anderem bei Pratteln, OB, Nordstern, Binningen, Timau und war dazu bereits von 2004 bis 2007 Spielertrainer bei Dardania. Dadurch hat er viele Kontakte im regionalen Fussball gesammelt, die er immer wieder braucht, um Spieler zu akquirieren, denn «Geld ist keines im Spiel».

Redzepov-Brüder als Stützen

Eine wichtige Rolle spielen die Redzepov-Brüder. Der Ältere der beiden, Nusret, ist Kapitän und hat wie auch sein Bruder Mehmet bereits in höheren Ligen gespielt. Eine weitere ganz wichtige Person bei Dardania ist Perparim Rafuna. Der 23-jährige Ex-FCB-Junior ist nebst Leistungsträger der ersten Mannschaft auch noch Spiko-Präsident des Vereins.

Gut besuchte Trainings

Hajdari betont mehrfach, dass er mit zwanzig Spielern ein grosses und ausgeglichenes Kader hat. Dennoch werde es vermutlich auch im Sommer wieder Veränderungen geben: Unabhängig von der nächstjährigen Ligazugehörigkeit haben sich schon mehrere Interessenten gemeldet, um für Dardania auflaufen zu können.

«Wir hatten diese Saison nie weniger als 16 Leute im Training. Alle sind motiviert und das bekommt man auch von aussen mit», stellt der 39-Jährige fest. Ein Sieg im Basler Cup würde die Motivation sicher nicht trüben.