Badminton

Basler EM-Turnier erhält Lob vom europäischen Badmintonverband

Turnierpräsident Charles A. Keller: «Die Müdigkeit ist befriedigend.»Georgios Kefalas/Keystone

Turnierpräsident Charles A. Keller: «Die Müdigkeit ist befriedigend.»Georgios Kefalas/Keystone

Turnierpräsident Charles A. Keller ist zufrieden mit dem Verlauf der Team- und Junioreneuropameisterschaften in der St. Jakobshalle. Der Anlass habe vor allem auch von der enormen Erfahrung seines Teams von den Swiss Open profitieren können.

Die Badminton-Team-Europameisterschaften und die gleichzeitig stattfindenden Junioren-EM in der Basler St. Jakobshalle sind Geschichte. Zeit zur Entspannung hat Turnierpräsident Charles A. Keller trotzdem nicht. Denn bereits in etwas mehr als drei Wochen beginnen die Badminton Swiss Open an selber Stätte, mit demselben Organisationsteam und Keller als OK-Mitglied.

Doch Ferien braucht Keller jetzt sowieso nicht – im Gegensatz zu früher nach solchen Anlässen: «Als wir mit den Swiss Open in Basel begonnen haben, waren wir jeweils regelmässig in der Woche nach dem Turnier krank. Das ist heute nicht mehr so», sagt er. Die gut 20 Jahre Erfahrung würden helfen, dass er auch nach diesem Turnier nicht flachliegen werde. «Klar bin ich jetzt nach den Turnieren müde. Es ist aber eine befriedigende Müdigkeit», so Keller.

Keller ist sehr zufrieden

Mit dem Anlass mit insgesamt über 1200 Teilnehmerinnen und Betreuern ist Keller sehr zufrieden. «Es ist alles sehr ruhig und koordiniert abgelaufen. Wir haben dafür auch Lob von Badminton Europe erhalten», sagt er und fügt an: «Ich bin sehr stolz auf meine Leute.» Wenn es doch einmal zu prekären Situationen gekommen sei, habe sein Team diese gut gemeistert und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt.

Dass die St. Jakobshalle während der vergangenen Woche nicht gerade von Zuschauermassen überrannt worden ist, hat Keller erwartet. «Etwas anderes hätte mich aufgrund der äusseren Umstände durch die gleichzeitig laufenden Olympischen Winterspiele in Sotschi überrascht», sagt Keller. Zudem seien solche Grossanlässe in Basel nicht an der Tagesordnung. Hinzu kommt, dass der Team-Event als solcher keinen allzu grossen Bekanntheitsgrad besitzt.

Dabei macht gerade das für Keller auch einen Teil des Reizes aus: «Für mich sind Team-Events sehr spannend, das hat so etwas vom Davis-Cup-Feeling», sagt er. Es habe ihn sehr gefreut, zu sehen, wie die gerade nicht im Einsatz stehenden Spieler ihre Teamkollegen lautstark anfeuerten.

Der Team-Event ist aber nicht nur für die Mannschaften, sondern auch für die Organisatoren ein spezielles Turnier: «Bei einem Grossanlass wie beispielsweise den Swiss Open kommt jeweils so ab Turniermitte der Moment, um etwas durchzuatmen», sagt Keller. Das sei hier aber nicht so gewesen. «Es ist immer etwas gelaufen. Und als dann der Zeitpunkt dagewesen wäre, begann am Freitag mit den Junioren-EM das nächste Turnier.»

Keine Zeit, sich Spiele anzusehen

Weder von den Team-EM noch von den Junioren-EM hat sich Keller deshalb auch nur ein einziges Spiel in voller Länge anschauen können. «Das ist für mich völlig in Ordnung. Ich geniesse meine Aufgaben im organisatorischen und kommunikativen Bereich», sagt er. Während der EM-Spiele habe er viele Gespräche geführt und auch bereits zahlreiche Sitzungen im Hinblick auf die Swiss Open gehabt.

Wenn dann aber die Swiss Open, die am 11. März beginnen, so richtig angelaufen sind, wird auch Keller Zeit finden, etwas innezuhalten: «Da läuft dann während des Turniers nicht mehr ganz so viel. Dann werde ich mich auch mal hinsetzen und ein Spiel geniessen können.» Etwas Genuss sei Keller dann auch vergönnt, ist es doch ihm und seiner Entourage zu verdanken, dass es in Basel Jahr für Jahr Spitzenbadminton zu sehen gibt.

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