Curling

Basler Favoritin unter hochkarätigen EM-Kandidaten

Manuela Siegrist

Manuela Siegrist

Die Baslerin Manuela Siegrist startet mit Aarau am Mittwoch als Favoritin in die Trials für die anstehende Curling-EM. Jedoch gibt es starke Konkurrenz, die das Team schwitzen lassen wird.

Es klingt paradox. Obwohl die Aarauerinnen um Skip Silvana Tirinzoni und die Baslerin Manuela Siegrist aktuell als bestes Tean der Schweiz gelten, ist eine Teilnahme an der Heim-Europameisterschaft in Champéry (Kanton Wallis) alles andere als sicher. In Zollbrück (Kanton Bern) treffen Siegrist und ihre Teamkolleginnen neben Baden Regio und Bern auf die amtierenden Weltmeisterinnen CC Flims.

Dementsprechend gross ist auch die Anspannung bei der 24-jährigen Siegrist: «Vergangenes Wochenende waren wir in Arlesheim noch an einem Turnier im Einsatz. Da war der Fokus noch bei diesem Wettkampf – aber seit Montag kribbelt es schon langsam.»

Eine gute Mischung

Trotz der starken Konkurrenz ist der jungen Baslerin bewusst, wie die Favoritenrolle verteilt ist. «Auf dem Papier sind wir als Nummer fünf der Welt die beste Mannschaft», sagt Siegrist selbstbewusst, hebt aber gleichzeitig den Mahnfinger: «Es warten jedoch starke Gegner auf uns. Alle Mannschaften haben sich durch herausragende Leistungen die Teilnahme an diesem Trial verdient.»

Als grossen Trumpf erachtet Siegrist die verschiedenen Charaktere im Aarauer Team. Während Skip Silvana Tirinzoni und Esther Neuenschwander ihre langjährige Erfahrung einbringen, erfrischen Siegrist und Marlene Albrecht durch ihre Lockerheit. «Somit ergänzen wir uns gegenseitig nahezu perfekt», erklärt die Junioren-Schweizer-Meisterin von 2010 und 2011.

Die anstehende Europameisterschaft im November ist das erste, jedoch nicht das wichtigste Saisonziel des ambitionierten Teams Tirinzoni. «Die Schweizer Meisterschaften im Februar sind das nächste Highlight. Da wollen wir uns dann für die Weltmeisterschaften qualifizieren, wo wir endlich unsere erste WM-Medaille gewinnen wollen», sagt Siegrist.

Fernziel Olympische Spiele

Der Vize-Skip der Aarauerinnen schaut sogar noch weiter in die Zukunft: «Als wir zusammengekommen sind, haben wir alle das Commitment für vier Jahre abgegeben. Unser Fernziel sind klar die Olympischen Spiele 2016 – darauf arbeiten wir hart hin.»

Hart arbeiten heisst für die Wirtschaftsstudentin tägliches Eis- oder Krafttraining. «Einmal pro Woche trifft sich die ganze Mannschaft zusätzlich auf dem Eis», ergänzt Siegrist.

Dass die nächsten Winterspiele in China ausgetragen werden, ist für die Schweizer Medaillenhoffnung ein zusätzlicher Anreiz: «Ich liebe das Reisen. Es ist mit ein Grund, weshalb mich Curling derart fasziniert. Kaum in einer Sportart kommt man derart um die Welt wie hier.»

Diese Reisen müssen sich Siegrist und ihre Teamkolleginnen aber noch verdienen. Erstmals heute um 10 Uhr gegen Baden Regio.

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