Briefe für Tokio

Basler Hochspringerin Salome Lang über das Gefühl, neue Beine zu brauchen

Die Baslerin Salome Lang will 2020 an die Olympischen Spiele in Tokio.

Die Baslerin Salome Lang will 2020 an die Olympischen Spiele in Tokio.

Die Pause ist vorbei. Die Basler Hochspringerin Salome Lang steckt schon seit Wochen in der Vorbereitung für die neue Saison. Im Winter schwitzt, ackert und leidet sie, um dann im Sommer die Früchte der harten Arbeit ernten zu können.

Meine Vorbereitungen für die Saison 2020 laufen schon seit neun Wochen. Nach der Sommersaison ist die Umstellung zu den Wintertrainings immer sehr hart. Ausdauer, körperliche Fitness und Grundkrafttraining stehen im Vordergrund, was das Training viel anstrengender gestaltet als die technischen Übungseinheiten im Sommer. Vor allem beim Ausdauertraining - sprich Bergläufe oder Dauerläufe - leide ich sehr . Dafür machen die vielen Sprungserien für die Sprungkraft sehr viel Spass. Obwohl ich auch nach diesen Einheiten das Gefühl habe, neue Beine zu benötigen.

Aber wie sagt man so schön: Die Grundlagen für die Leistungen im Sommer werden im Winter erarbeitet. Und bei diesem Unterfangen läuft es mir richtig gut. Mit dem Ziel der Olympischen Spiele in Tokio im nächsten Sommer vor den Augen kann ich mich durch jedes noch so strenge Training durchkämpfen. Auch der Kontakt mit den anderen Athleten ist sehr motivierend.

So trainiere ich ab und zu mit Hürdenläufer Jason Joseph oder habe Fechterin Laura Stähli an einem Event getroffen. Der gegenseitige Austausch und das Hinarbeiten auf dasselbe Ziel sind sehr hilfreich und es ist schön - obwohl wir alle eine Einzelsportart betreiben - den gleichen Traum zu verfolgen und zu wissen, dass andere das Gleiche durchmachen wie ich.
Ich konnte ohne gravierende körperliche Beschwerden trainieren und musste kein Training aufgrund von zu viel Stress an der Uni absagen.

Dementsprechend stimmt auch die körperliche Form schon sehr früh, weswegen ich bereits wieder mit den ersten Techniktrainings begann. Für die neue Saison verändern mein Trainer und ich meinen Anlauf. Durch einen grösseren Radius in der Kurve soll ich schneller zum Absprung kommen. Wenn ich dieses höhere Tempo beim Absprung gut umsetzten kann, hoffe ich noch ein paar Zentimeter zu gewinnen und den Olympischen Spielen einen Schritt näher zu kommen.

Die letzten Wochen im Jahr 2019 arbeite ich nochmals intensiv an Sprungkraft und Grundlagen. Die ersten Wettkämpfe sind Ende Januar geplant. Die Vorfreude ist bereits jetzt riesig.

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